Maria Almana: Wer schreibt, darf eigensinnig sein*

Ich bin relativ spät dran mit dieser kleinen Besprechung von „Wer schreibt, darf eigensinnig sein“ von Maria Almana. Denn erschienen ist das Buch bereits im Dezember 2020. Aber dieser zweite Band von Almanas Eigensinn-Trilogie hat 378 Seiten und die wollen im vollgepackten Alltag erst mal gelesen sein. Aber nachdem ich bereits Teil 1 gelesen hatte, war klar, dass ich auch in Teil 2 reingucken muss. Die Eigensinn-Trilogie ist keine Serie von Ratgeber-Texten. Zumindest nicht im eigentlichen Sinn. Ich würde eher sagen, es sind „Anstupser“, Motivationsbücher. Texte, die sagen: Mach doch, du darfst das. Sei wie du willst und vor allem, schreib wie du willst. Dabei geht es – nicht nur – um Stilfragen und Regeln, es geht auch um Tricks und Tipps und es geht vor allem um SIE. Um mich. Um die Leser*innen und zuvorderst um die Schreiber*innen Maria Almana begleitet Autoren in „Wer schreibt, darf eigensinnig sein“ auf ihrem Weg ins Abenteuer Schreiben. Und dabei leitet sie ein Mantra:

Alles ist möglich. Und Eigensinn ist richtig.

Wer Maria Almana kennt – persönlich, von ihren Blogs, ihrer Arbeit oder aus der Lektüre des ersten Bandes der Eigensinn-Trilogie, weiß, dass sie keine Autorin ist, die sich kurz fasst. Eigensinnig formuliert sie ihre Gedanken so ausführlich, wie sie ihr in den Sinn kommen. Man mag denken, ein Kapitel „In eigener Sache“ am Anfang eines Buches sei eine Art Vorwort und Vorworte sind normalerweise recht kurz, erst recht, wenn es um Dinge „in eigener Sache“ geht. Da fasst sich die Autorin kurz, will die Leserschaft am Anfang nicht gleich mit sich selbst langweilen, und als Leser*in will man gleich zur Sache kommen, weshalb man dieses Buch gekauft hat und nun lesen will. Aber zunächst geht es 10 ganze einleitende Seiten lang um Maria Almanas „eigene Sachen“. Bei Licht besehen jedoch merkt man recht schnell, man ist schon mitten drin im Thema. Das ist Eigensinn. Und genau darum geht es schließlich. Darum wie SIE schreiben. Welcher Schreibtyp SIE sind. Und was SIE leiten soll, wenn Sie sich entschließen zu schreiben. Es sind 10 Seiten, die sich lohnen. Und die verstehen lassen, warum das nächste Kapitel mit „50 Menschen, 50 Perspektiven“ überschrieben ist:

„Es gibt so viele Wege zum Eigensinn, wie es Individuen auf der Welt gibt.“

Das Buch ist dick, aber es liest sich „weg wie nix“. Das liegt daran, dass es der Autorin gelungen ist, die zwar episch breit formulierten Inhalte in leicht verdauliche Päckchen zu packen. Und das ist auch gut so. Das Buch ist eines von der Sorte, wo man immer mal wieder den Blick hebt, innehält und nachdenkt, reflektiert. Über sich selbst, den eigenen Schreibstil oder auch über das Werk, an dem man gerade sitzt. Außerdem – auch das ist typisch Almana – gibt es reichtlich Gelegenheit, herauszufinden, was man möglicherweise noch nicht genau kennt: die eigene Perspektive. Und natürlich gehen etliche Tests der Frage nach: Welcher Schreibtyp bin ich eigentlich? Für alle, die gerne Psychotests und ähnliches machen, ist dieses Buch per se interessant.

Unterwegs zum eigenen Buch

Irgendwo las ich, dass dieses Buch kein Schreibratgeber sein, sondern eher ein Reiseführer. Und so fühlt man sich auch wie auf Reisen und das liegt nicht nur an der Kapitelüberschrift, die mit „Unterwegs“ beginnt. Das liegt auch daran, dass man bei der Lektüre das Gefühl hat, das man weiterkommt, dass man _sich_ entwickelt und auch mehr Mut. Mehr Mut zum Eigensinn.

En passant erfährt unterwegs auch eine Menge darüber, was man als Autor*in jenseits des Schreibens wissen sollte. Zum Beispiel widmet die Selfpublishing-Expertin Almana dem Thema Selbstverlag ein ganzes, langes Kapitel. Wer das gelesen hat, ikommt der Entscheidung „Selfpublishing – ja oder nein?“ einen deutlichen Schritt näher.

Biber – Fledermaus – Maulwurf

Und immer wieder eingestreut zwischen sämtlichen Themen rund ums (Sach)Bücher schreiben weitere Testfragen: „Welcher Schreibtyp sind Sie?“ Am Schluss des Buches dann eine Auswertungstabelle und natürlich die Auswertung? Welcher Schreibtyp sind Sie? Ich bin eine multiple Persönlichkeit, nämlich Biber, Fledermaus und Maulwurf. Und wenn ich mir die Beschreibungen so durchlese, erlebe ich mich kopfnickend. Ja. So bin ich – mal so, mal so. Und dann wieder so. Ziemlich eigensinnig. Dass ich mich damit als Autorin mehr als wohlfühlen darf, hat mir die Lektüre von Maria Almanas zweitem Eigensinn-Band deutlich vor Augen geführt. Und was noch viel toller ist – sie hat mir neue Lust aufs Schreiben gemacht.

Das gesamte Buch ist übrigens ein Gemeinschaftprojekt lauter Netzwerkkolleginnen. Das Cover hat Uschi Ronnenberg gestaltet und die wunderbare Titel-Illustration stammt von Susanne Taggruber. 

Noch mehr Eigensinn von Maria Almana gibt’s hier.

Tredition 12/2020

ISBN-13: 9783347152595

Bestellnummer: 10381330

Umfang: 384 Seiten

€ 22,99

Kaufen können Sie das Buch überall im Buchhandel und online gleich hier in der Autorenwelt.

 

 

 

 

*Ich wurde für diesen Beitrag weder bezahlt noch beauftragt, dennoch bin ich verpflichtet, ihn als Werbung zu kennzeichnen.

Schreiben für Sprecher*innen

Als mein Kunde mich beauftragte, den Text für einen kleinen Film über seine Praxis zu schreiben, mit dem er neue Mitarbeiter*innen suchen möchte, habe ich mich gefreut. Ich mag es, Konzepte zu entwickeln und auf den Punkt genau zu formulieren. Und nirgendwo sonst kommt es so sehr auf den Punkt an, wie bei einem Sprecher*innen-Text für einen Filmbeitrag.

Als erstes stellt sich vielleicht die Frage nach dem Huhn und dem Ei – bzw. was kommt zuerst – Film oder Text? Ich bin der Meinung, dass das Hand in Hand gehen muss, dass aber in diesem Fall der Text den Film bestimmt. Das heißt, man kann das Video nicht ohne den Text konzipieren. Und so sind wir bei der Produktion folgendermaßen vorgegangen:

Zeichenzahl ermitteln

Vorgabe war eine Videolänge von ca. 1:15, also eine Minute und 15 Sekunden.  Ich habe als ungefähre Textmenge ermittelt:

1 Minute = 900 Zeichen inklusive Leerzeichen (entspricht etwa 100 – 140 Wörtern)

Plus 15 Sekunden = ca. 225 Zeichen

Summe: ca. 1125 Zeichen maximal

So hatte ich also die Zeichenzahl, die in etwa zur Verfügung stand. Insgesamt sollte man den Text immer knapp bemessen, damit der Mensch, der sich das Video ansieht, nicht nur hört, sondern auch noch Zeit zum Gucken hat.

Informationen sammeln und sortieren

Im nächsten Schritt schrieb ich auf, welche Informationen inhaltlich transportiert werden mussten. Ich listete die Stationen im Film auf. Und ich schrieb auf, auf welche Bereiche seiner Praxis und auf welche Begrifflichkeiten der Auftraggeber erklärtermaßen besonderen Wert legte. Diese Erfordernisse packte ich zusammen in ein grobes Inhaltskonzept und eine Reihenfolge der Stationen im Film.

Als nächstes entstand eine Art Mini-Drehbuch, in dem ich die Inhalte den einzelnen Filmabschnitten zuordnete. Ich teilte die Abschnitte auch in zeitliche Bereiche und ermittelte so die ungefähre Zeichenzahl pro Abschnitt.

Texten

Ich textete nun zunächst so, dass alle notwendigen Inhalte zur Sprache kamen und in etwa an der richtigen Stelle Erwähnung fanden. Ich tat dies von Anfang in dem Bewusstsein, dass in einem solchen Film kein Platz ist für Füllwörter, dass lange Schachtelsätze nie besonders schön, selten verständlich und im Film auf jeden Fall unangebracht sind. Nachdem ich die erste Textfassung fertig hatte, ging’s ans Sprechen. Ich las meinen Text abschnittsweise mit der Stopp-Uhr, um zu erfahren, was ich ohnehin schon wusste – er war natürlich noch zu lang.

Text überarbeiten

Der Videoproduzent passte den provisorischen Text seinem provisorischen Film an und schickte mir das Filmmaterial erneut, dieses Mal mit improvisiert eingesprochenem Text. Nun konnte ich am Text feilen und ihn dabei noch präziser ans Bild anpassen. Dazu gehörten auch Hinweise, wo welcher Text nicht gesprochen, sondern eingeblendet werden soll. Und ich kürzte und vereinfachte weiter. Denn Fremdwörter, Fachbegriffe und allzu lange Wortzusammensetzungen machen einen gesprochenen Text schlecht verständlich.

Den allerletzten Schliff hat der Text dann am Schluss durch die professionelle Sprecherin erhalten, die eben genau weiß, wann man wie wo betonen oder Pausen machen muss. Insgesamt entstanden ist „einfach ein kleiner Film“ mit der Botschaft: Wir suchen weitere Mitarbeiter*innen: MFA, kaufmännische Angestellte sowie Ärzte und Ärztinnen. Ein Film, dem man nicht anmerkt, dass ne ganze Menge Arbeit darin steckt.

Lexware Büro Easy 2015: So war’s in der Praxis

Anfang des Jahres hab ich hier das Steuer- und Buchhaltungsprogramm Programm Lexware Büro Easy 2015 vorgestellt. Eignet es sich für mich und mein kleines Unternehmen? Hier kommt also endlich mein Fazit nach meinem Praxistest.*sponsored post

Gleich zu Beginn des Jahres bin ich voller Elan daran gegangen, die neue Software kennenzulernen und mich damit vertraut zu machen. Meine erste Beschäftigung mit Büro Easy 2015 hatte mich eigentlich schon überzeugt: Ich wollte meine Buchhaltung auf Lexware umstellen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es ist beim Vorsatz geblieben. Zwar reizt mich nach wie vor der Gedanke, all meine Kunden säuberlich erfasst zu haben und die Software so in gewisser Weise auch fürs CRM zu nutzen. Davor hat der liebe Gott aber das Tun gesetzt. Die Erfassung aller relevanten Daten und Fakten wäre für mich ein unglaublicher Aufwand gewesen. Ich hatte zwar motiviert begonnen, es dann aber nicht durchgehalten.

Welche der vielen Schublade ist passend für mich?

Schubladen

Lexware Büro Easy 2015 ist zwar extrem vielseitig und flexibel, aber ich fürchte, ich hab keinen Modus für mich gefunden, wie ich meine Dienstleistungen in die vorgegebenen Schubladen fülle. Für die Rechnungen sollte ich immer einzelne Artikel/Produkte  anlegen. Ich habe aber oft gar keine Artikel – und auf gar keinen Fall hab ich standardisierte Produkte. Meine Rechnungen sehen je nach Kunde immer wieder anders aus. Manchmal berechne ich nach Zeit, dann wieder sind es Pauschalen, die ich in Rechnung stelle, oder die Textlänge entscheidet über die Höhe der Rechnung. Manchmal sind es in einer Rechnung auch viele verschiedene Berechnungsarten gleichzeitig. Ich war im Vorfeld eigentlich ziemlich sicher, dass Lexware Büro Easy das kann und vermutlich geht das auch – aber ich hab nicht herausgefunden, wie ich das am besten für mich löse. Und zwar so löse, dass ich auch den Aufwand dafür vertreten kann.

Ich muss also meinen ersten Eindruck revidieren. Dachte ich anfangs, Lexware sei die perfekte Buchhaltungssoftware für mich, so muss ich jetzt sagen: Die Software ist zwar für kleine und mittelständische Unternehmen gedacht – aber für Freiberufler wie mich, die seit 20 Jahren eine – nennen wir es sehr flexible *g  – Buchhaltung betreiben, ist es dann doch noch zu voluminös. Klar wäre es schön, wenn man alle Kunden, alle Rechnungen, alle Daten in dieser Software gesammelt hätte. Und auch die Chefübersicht find ich wirklich praktisch. So einen chicen Überblick hab ich bisher nämlich nicht. Aber der Weg dahin, der war mir einfach zu lang. Und dafür kann noch nicht mal Lexware was. Das ist eher mein persönliches Zeitproblem und auch eine Sache der Prioritäten. Ich hab ja auch bisher meine Steuerdinge immer irgendwie geregelt. Das klingt jetzt wenig professionell, aber bei Licht besehen, ist meine selbstgestrickte Lösung gar nicht so schlecht und vor allem komplett praxisorientiert. Schließlich ist sie aus meinem Alltag heraus entstanden.

Kleine Extras wie die Erinnerung an Abgabetermine und Umsatzsteuervoranmeldungen sind zwar nett, brauch ich aber auch nicht. Dafür hab ich meine Kontakte in den sozialen Netzwerken. Dort wurde ich noch immer rechtzeitig an die Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung erinnert. Und für die Einkommensvorauszahlung nutze ich die Terminierfunktion meines Online-Bankings.

Zu groß für mein kleines Unternehmen

Kleiner Spatz sitzt im Kanonenrohr

Urheberrecht: / 123RF Stockfoto

Insgesamt ist das Programm sehr übersichtlich gestaltet und recht intuitiv bedienbar. Aber es verlangt für meinen Geschmack zu viele Daten, die in meinem Geschäftsalltag einfach nicht vorkommen: Meine Kunden haben keinen Nummern, sondern Namen. Ich hab keine EU-Warenbewegungen und noch nie hab ich eine Liefersperre verhängt.

Die Software ist allumfassend und sicher für alle Unternehmensarten gerüstet. Aber genau das hat mich schlicht abgehalten, mich mit ihr anzufreunden. Mit Kanonen auf Spatzen… So sehr es mich anfangs gereizt hat, so sehr hab ich gemerkt: Ich brauch all das nicht. Ich erfasse einfach meine Ein- und Ausgaben. Den Rest macht der Steuerberater.

Ich  hoffe, es wurde deutlich, dass dies ein sehr persönliches Fazit ist. Nicht die Software ist das Problem, sondern ich brauche einfach keine neue Lösung. Büro easy selbst ist ein sehr vielseitiges und allumfassendes Programm und als solches ist es sicher sehr hilfreich, aber es ist leider nichts für mich. Dass andere Freiberuflerinnen und Textarbeiterinnen das ganz anders sehen, zeigt zum Beispiel dieser Bericht meiner Kollegin Eva Schumann.

*sponsored posts sind vom Werbepartner bezahlte Blogartikel.

Neues Jahr, neue Software: Lexware büro easy 2015

Zum 20sten Geburtstag meines kleinen Unternehmens hat mir die Firma Lexware eine neue Buchhaltungssoftware geschenkt. Na ja, nicht ganz, sie hat sie mir zur Verfügung gestellt und mich zudem fair dafür bezahlt, dass ich darüber schreibe. Wer mich kennt, weiß, dass das nicht zwingend einen positiven, aber in jedem Fall einen ehrlichen Beitrag verspricht. (-> sponsored post)

Ich habe also Büro easy 2015 von Lexware getestet und hier kommt nun mein Erfahrungsbericht als frisch gebackene Lexware-Neubuchhalterin:

Ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen Schiss – neue Software macht mich oft nervös – und fürchtete mich schon vor der Installation: „Hoffentlich kriege ich das hin…“ Aber das war schon mal unbegründet – der Download hat reibungslos geklappt und die Installationsroutine war so einfach, dass sogar meine Oma damit klar gekommen wäre. Also heruntergeladen, entpackt, installiert – und es passierte, womit ich an diesem Tag gar nicht mehr gerechnet hätte: Ich lernte einen Mann kennen.

Andreas Richter

Erinnert ihr euch noch an Herrn Kaiser von der Hamburg-Mannheimer? Lexware hat auch einen Herrn Kaiser, nur heißt der Andreas Richter. Er hat am Anfang ein Interview mit mir geführt, im Laufe dessen ich alle grundlegenden Einstellungen vorgenommen habe. Das Beste an dem Kerl: Ein Klick und er hält die Klappe. ;-)

Nun konnte es also los gehen. Lexware Büro easy ist zwar laut Herstellerangabe genau für Leute wie mich gemacht – also für kleine und mittelständische Unternehmer aller Branchen – und doch dachte ich nach der Installation angesichts der vielen Features und Möglichkeiten in der Navigationsleiste, dass das für meine Zwecke möglicherweise doch mit Kanonen auf Spatzen geschossen ist.

Bild

Nach näherem Hinsehen bin ich aber sicher, dass dieses Gefühl nur daran liegt, dass sich ja in den vergangenen 20 Jahren hier in meinem Büro die Strukturen und Routinen ziemlich verfestigt haben. Alles läuft. Irgendwie. Wie viel besser es aber laufen könnte, wird mir immer klarer, je länger ich mich mit Lexware Büro easy beschäftige. Ist schon irre, was das Programm alles kann und bietet:

– Rechnungen, Angebote, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine schreiben
– Belege erfassen und automatisch verbuchen
– Auswertungen (Umsatz, Außenstände, Ausgaben)
– Mahnwesen
– Onlinebanking, man kann seinen gesamten Zahlungsverkehr darüber abwickeln
– Kassenbuch
– Steuerfunktionen, Elster
– Minijob-Beitragsrechner
– Projektverwaltung
– Kunden- und Lieferantendaten verwalten
und vieles mehr. So stehen zum Beispiel online auch Formulare und Verträge wie Mietverträge oder Reisekostenformulare zum Download zur Verfügung.

Was natürlich für mich als bisherige „Schuhkarton-Buchhalterin“ ein bisschen blöd ist, wofür aber ja Lexware nix kann, ich muss erst mal ordentlich vorarbeiten, bevor ich mit der Software richtig arbeiten und ihre vielseitigen Features nutzen kann. Aber erfreulicherweise sind immerhin sämtliche Eingabemasken einfach und intuitiv zu bedienen.

Eingabemaske

Ich werde also nun in der nächsten Zeit Kundenstammdaten anlegen, Kundenadressen, Artikellisten, Preislisten … Das werde ich im Rahmen meiner ganz normalen monatlichen Buchhaltung erledigen, so dass sich mein System so nach und nach füllen wird. Und wenn das erst mal geschehen ist, dann habe ich nicht nur eine perfekte Buchführungs- und Steuersoftware, sondern auch eine prima Kundendatenbank, denn zu jedem Kunden und Lieferanten kann man sich noch alles Mögliche notieren und natürlich können alle Kunden- und Lieferantendaten verwaltet werden.

Spannend find ich auch die so genannte Chefübersicht, die die wichtigsten Infos zu meinem Unternehmen auf einen Blick liefert. Das könnte auf mich – wie ich mich kenne – sehr motivierend wirken und mich dazu verleiten, tatsächlich mal unternehmerisch und strategisch zu denken. ;-)

Bild

Man muss übrigens keine Angst haben, dass man wichtige Änderungen oder neue Gesetze verpasst, wenn man sich auf Lexware Büro easy verlässt. Dafür gibt’s den Aktualisierungsservice, der einem beim Verlassen des Programms vorgeschlagen wird. Lexware garantiert, dass alles immer rechts- und steuerkonform abläuft und stets aktuell ist.

Apropos Steuer – alle amtlichen Formulare sind hinterlegt, man kann seine Daten direkt aus dem System komfortabel zum Finanzamt und auch an den Steuerberater schicken. Was ich vermutlich nur zur Hälfte nutzen werde. Meinen Steuerberater suche ich nun schon so lange auf, wie ich diese Schuhkartonbuchhaltung mache. Ich glaube, das möchte ich auch zukünftig gerne beibehalten. Dazu schätze ich die Gespräche mit ihm und seinen Kaffee doch zu sehr. :-)

Ein erstes Fazit:

Natürlich ist es für ein richtiges Fazit noch zu früh, dazu müsste ich die Software erst mal ein wenig in Betrieb haben. Aber was ich bisher gesehen habe, spricht mich an. Und damit bin ich offenbar nicht allein, denn über 30.000 Nutzer arbeiten laut Hersteller mit Lexware Büro easy. Ich hoffe sehr, dass ich es schaffe, Büro easy in Betrieb zu nehmen und meiner Version nun mein unternehmerisches Leben einzuhauchen. Dazu ist in der Tat ein Kampf mit dem Schweinehund nötig, denn es ist ja so bequem, mit Altbewährtem weiter zu machen. Veränderungen sind immer anstrengend. Aber sehr oft lohnen sie sich. Das könnte im Falle meiner Buchhaltung durchaus der Fall sein. Ich werde in einigen Wochen berichten.

Aussagekräftigere Screenshots als ich sie anbiete, findet ihr übrigens hier: https://shop.lexware.de/buerosoftware

So geht man mit Fehlern um

Vor zwei Wochen erhielt ich ja von easyCredit ein Mailing, das einen peinlichen Fehler enthielt. Man hatte versehentlich den Platzhalter für die persönliche Ansprache stehen gelassen. Dieser Platzhalter war zudem auch noch besonders auffallend und lustig speziell. Ein echter Gau im Direktmarketing.

Gestern kam wieder Post von easyCredit. Der Vorstand sowie der Leiter der Kundenbank höchstpersönlich räumten den Fehler ein und entschuldigten sich.

Bild

Sehr freundlich, sehr professionell und ohne Ecken und Kanten. Das ist ein perfekter Umgang mit einem solchen Fehler. Offen zugeben, nicht vertuschen, sich offensiv entschuldigen. Das rückt das Unternehmen in ein sympathisches Licht.

Der letzte Satz lautet: “Selbstverständlich galt das Kreditangebot Ihnen und wir halten dieses auch gern aufrecht.”

Wirklich?

Ich bin Freiberuflerin. Bisher hab ich noch nirgendwo so easy einen Kredit bekommen. Noch nicht mal einen Kleinkredit. Entweder waren die Konditionen haarsträubend und unanständig teuer, die geforderten Sicherheiten unverhältnismäßig hoch und aufwändig und es geht überhaupt nie was ohne die Unterschrift meines Gatten. Sollte das bei euch anders sein, dann schreibt mir weiter. Vielleicht komm ich dann im Bedarfsfall auf euch zu. Andernfalls bereinigt eure Datenbank bitte um meine Adresse.

 

easy Credit – einfach. fair. Und lustig. :-)

Am Samstag erhielt ich Werbepost von easyCredit. Weil meine Wünsche so individuell wie ich seien, könne ich froh sein, dass es easy credit gibt. Denn da seien auch die Kreditangebote individuell. Das Mailing war ganz offensichtlich mit professionellem Anspruch geschrieben worden:

– Personalisierung
– Versuch eines individuellen Einstiegs
– Nennung der wichtigsten Vorteile
– Zurück zum Adressaten in der Mitte des Mailings
– Erneute persönliche Ansprache
– Weitere Argumente
– Handlungsaufforderung
– Freundliche Grußformel am Schluss
– Sowie erneute Personalisierung am Seitenrand durch Verweis auf eine Bank in meinem Ort

Alles gut, alles easy – nur leider ist denen ein „klitzekleiner“ Fehler unterlaufen. Ich glaub, so was kann man bei einer Mailingaussendung durchaus als Supergau bezeichnen:

Bild

Ich hab mich amüsiert. Und vor allem fand ich den Namensplatzhalter wirklich kreativ. :-)