Frohe Weihnachten und guten Rutsch

Hier war wenig los in 2011. Aber ich finde, so ein Blog, dazu noch eines, das schon so “alt” ist, muss auch mal ruhigere Phasen aushalten und seine Leser auch. :) Jetzt machen wir erst mal Weihnachtsurlaub, um dann erholt und gestärkt in ein neues Jahr zu gehen. Ein Jahr, von dem man noch nicht wissen kann, was es bringt. Möge es uns mehr schöne als traurige Momente bringen, möge es uns mehr Kraft schenken als kosten und vor allem: Hoffentlich bleiben – oder werden – wir alle gesund!

In diesem Sinne – frohe Weihnachten und bis zum 09.01.2012.

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Best practice – Eindruck beim (Ex-)Kunden hinterlassen

Neulich war im besten Netzwerk der Welt die Kunden(un)freundlichkeit mancher Unternehmen ein Thema. So berichteten Frauen von ihren Schwierigkeiten, den angeblich doch so leichten Stromanbieterwechsel zu vollziehen. Es gab da durchaus Unternehmen, die alles versuchten, um den wechselwilligen Kunden doch noch zu halten. Wovon ich spreche, dürfte auch jeder wissen, der einmal einen Vodafone-Vertrag gekündigt hat. Dann startet nämlich so etwas, was ich durchaus Telefonterror nennen würde. Wir sind nur damit fertig geworden, indem wir die Sim-Karte aus dem Handy entfernt und brutalst zerstört haben. Aber es geht auch anders. Und zwar so anders, dass es einem fast leid tut, einen Vertrag gekündigt zu haben.

Auch wir haben unter dem Eindruck der Ereignisse von Fukushima wie viele andere den Stromanbieter gewechselt und sind auf reinen Naturstrom umgestiegen. Unser bisheriger Lieferant war Yellowstrom, ein Unternehmen, das uns schon die ganzen Jahre durch hohe Kundenorientierung und echt freundlichen Service aufgefallen war. Dazu kamen günstige Preise. Mittlerweile war die Situation aber so, dass Geld und Service keine Argumente mehr waren. Wir wollten einfach deren Produkt nicht mehr.

Ganz offenbar hat man bei Yellowstrom verstanden, dass man Kundenentscheidungen akzeptieren muss. Und dass momentan in ihrer Branche schon gar nicht die Zeit für Diskussionen ist. Anders als andere haben sie es geschafft, uns zum Abschied ein fast bedauerndes Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Ich hab wirklich gedacht: Schade, dass ihr kein Naturstromanbieter seid.

Der Wechsel ging nicht nur völlig problemlos über die Bühne, wir bekamen von ihnen auch noch eine besonders freundliche Karte

Postkarte von Yellow Strom Schwein vor Stuhl Wir halten ihnen den Platz frei

mit einem ausgesprochen sympathischen und freundlichen Text auf der Rückseite.

Liebe Familie Mestmäcker, wir haben von NaturStromHandel GmbH die Info bekommen, dass Sie bald dort Kunde werden und der gelbe Strom deshalb ab 1. mai nicht mehr bei Ihnen fließt - das finden wir sehr schade. Vielen Dank noch einmal dafür, dass Sie die Welt mit uns ein wenig gelber gemacht haben. Sollte Ihnen in Zukunft doch wieder einmal gelb zumute sein - rufen Sie einfach an. Unter 0800 - 19 0000 19 sind wir weiterhin kostenlos und rund um die Uhr gern für Sie da. Sie sind jederzeit herzlich willkommen. Viele Grüße nach Schwalmtal.

Wie sehr mich diese Karte gefreut und beeindruckt hat, erkennt man auch daran, dass sie schon seit dem 28. März 2011 auf meinem Schreibtisch liegt und darauf wartet, endlich verbloggt zu werden. Ich hätte sie auch längst wegwerfen können. Aber ich finde, von diesem Beispiel sollten andere erfahren.

Viele Grüße an die Marketingabteilung von Yellowstrom! Very good job!

Monika Hauser ist „Europäerin des Jahres 2011“

Diese Pressemeldung des Reader`s Digest Verlages freut mich und habe ich mit großem Interesse gelesen. Ich habe Monika Hauser vor vielen Jahren kennengelernt, als ich die Ehre hatte, diese TopNews von medica mondiale zu texten. Schon damals war ich sehr beeindruckt von ihrem Engagement und von der gesamten Arbeit von medica mondiale. Und so freut mich diese Auszeichnung und Würdigung ihrer Arbeit natürlich. Ich gratuliere herzlich.

Sie setzt sich seit Jahren in den Kriegsgebieten der Welt für Überlebende sexueller Gewalt ein, jetzt wird Monika Hauser für dieses unermüdliche Engagement erneut geehrt. Die 51-jährige Ärztin aus Köln ist vom Magazin Reader’s Digest als „Europäerin des Jahres 2011“ ausgewählt worden und ist damit die 16. Preisträgerin dieser jährlich verliehenen Auszeichnung. „Es gibt eine Ärztin für die Augen, für die Ohren, für das Herz. Für die Seele haben wir in Ihnen eine gefunden“, schrieb eine ungenannt bleiben wollende Frau aus dem Kosovo voller Anerkennung und Dankbarkeit über Monika Hauser.

Monika_Hauser_photo_by_Gaby_Gerster

Seit 1996 wählen die Chefredakteure der 19 europäischen Ausgaben von Reader’s Digest Persönlichkeiten, die am besten die Traditionen und Werte Europas verkörpern, zum „Europäer des Jahres“. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung wird Monika Hauser in den nächsten Monaten offiziell übergeben. Die 19 europäischen Ausgaben des Magazins Reader’s Digest stellen die „Europäerin des Jahres 2011“ zeitgleich in der Februar-Ausgabe vor, die am 24. Januar erscheint. Dabei wird klar, wie bewundernswert und zugleich gefährlich der Einsatz der in der Schweiz aufgewachsenen Italienerin ist. Ob auf dem Balkan, in Afghanistan, in Liberia, oder in der Demokratischen Republik Kongo: Hauser und ihre Organisation „medica mondiale“ helfen weltweit.

Ihre Arbeit als Aktivistin begann Ende 1992, als im Zuge des Balkankrieges unvorstellbare Gräueltaten bekannt wurden. Monika Hauser erfuhr damals von muslimischen Flüchtlingsfrauen, wie diese von serbischen Soldaten vergewaltigt worden waren. „Ich erkannte, dass ich etwas tun musste. Ich fühlte es einfach. Ich wusste, dass diese Frauen einen Ort der Einfühlsamkeit brauchten, wohin sie gehen konnten.“ Hauser entschied sich, ihren Lebensplan zu ändern, um Überlebenden sexueller Gewalt solidarisch zur Seite zu stehen. Sie fuhr in die zentralbosnische Industriestadt Zenica und baute dort 1993 ein Therapiezentrum auf, in dem Betroffene eine medizinische und psychologische Hilfe erhielten.

Dabei schaffte sie es, 20 bosnische Ärztinnen, Psychologinnen und Krankenschwestern zur Mitarbeit zu gewinnen sowie finanzielle Hilfe durch Spenden aus Deutschland zu erhalten. „Die Frauen, die zu dem Zentrum kamen, waren durch Vergewaltigungen und die wochen- bis monatelange Gefangenschaft und Flucht schwer traumatisiert.“ Die Opfer, berichtet Monika Hauser in der Februar-Ausgabe von Reader’s Digest, hätten unter Albträumen, Panikattacken und körperlichen Schmerzen gelitten. „Statt Schutz und Unterstützung erfuhren viele eine soziale Ausgrenzung und Diskriminierung.“

Auch sie selbst geriet im Zuge ihrer Einsätze immer wieder in Gefahr. Während der Fahrt mit einem Bus durch Bosnien zwang eine kroatische Miliz die Fahrgäste auszusteigen und teilte sie in zwei Gruppen auf: zum einen Kroaten und Ausländer, zum anderen Muslime. Monika Hauser musste unwillkürlich an die Selektionsrampen des einstigen Konzentrationslagers Auschwitz denken. Mit Mut und Hartnäckigkeit schaffte sie es, eine sie begleitende muslimische Kollegin vor Schlimmerem zu bewahren. Später erfuhr Hauser, dass die anderen muslimischen Fahrgäste in ein Lager gebracht und einige Frauen dort vergewaltigt worden waren. „Diese Episode verfolgte mich noch lange Zeit danach“, erzählt sie, verheiratete Mutter eines 14-jährigen Sohnes, im Rückblick.

„medica mondiale“ ist heute weltweit aktiv. Nach inoffiziellen Angaben konnte Hausers Organisation in den vergangenen Jahren zwischen 70.000 und 100.000 Frauen helfen, die Opfer von Vergewaltigungen oder anderen Formen sexualisierter Gewalt geworden waren.

Ende der 90-er Jahre gründete ihre Organisation infolge der vielen Vergewaltigungen während des Kosovo-Krieges ein Beratungs- und Ambulanz-Zentrum in der Stadt Gjakova, im Jahr 2000 kam ein Therapiezentrum in der albanischen Hauptstadt Tirana hinzu. Zwei Jahre später weitet sie das Engagement ihrer Hilfsorganisation medica mondiale auf Afghanistan, 2006 auf Liberia aus. Zugleich wurden Kooperationen zur Unterstützung traumatisierter Frauen und Mädchen mit Partnerorganisationen in anderen Ländern aufgebaut: in der Demokratischen Republik Kongo, in Uganda und Israel – um nur einige Bespiele zu nennen. Frauen aus vielen Ländern bezeugen, dass sich ihr Leben dank der engagierten Gynäkologin und ihres Netzwerks verändert hat.

Parallel zur medizinischen und psychologischen Hilfe sowie der rechtlichen Beratung von Vergewaltigungsopfern fordert Monika Hauser bei Vorträgen und Konferenzen die Regierenden in aller Welt immer wieder auf, mehr als bisher die Rechte der Frauen zu achten. „Häufig werden Frauen in der Nachkriegszeit schlechter behandelt als während des Kriegs. In der Regel nimmt in Nachkriegsgesellschaften die Gewalt gegen Frauen sogar zu“, so die „Europäerin des Jahres 2011“. So sei für eine afghanische Frau nicht mehr die Vergewaltigung während des Krieges das Hauptproblem, „sondern ein Vater, der von seiner Tochter verlangt, einen 20 Jahre älteren Mann zu heiraten. Oder es ist der Ehemann, der sie schlägt und vergewaltigt.“

Die Tatsache, dass viele Männer für solche Taten nicht bestraft werden, macht Monika Hauser wütend. Am Beispiel der Demokratischen Republik Kongo fordert sie deshalb von der europäischen Politik mehr Entschlossenheit und politischen Willen: „Es wäre so einfach. Die europäischen Länder sind die Geldgeber. Also kann mir doch niemand erzählen, dass sie keinen Einfluss haben.“   

So weit die Pressemeldung des Reader`s Digest Verlages.

Das Netzwerk fing uns auf

Worte können treffen, schlagen, berühren. Hier schreibe ich über Worte, die mich bis ins Mark positiv elektrisiert haben. Worte, die einfach wahr sind.

Kraft meines Amtes als für die Registrierung neuer Anmeldungen im Texttreff zuständigen Textine und Kraft meiner “sozialen Autorität” als Gründungsmitglied dieses wirklich wunderbarsten Netzwerkes der Welt erkläre ich die mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht namentlich bekannte Autorin dieser Glosse im Glossenwettbewerb des Texttreffs hiermit feierlich zum Ehrenmitglied des Texttreffs.

Ein großartiger Text. Vor allem deshalb, weil – wenn man das alles mal reduziert und sämtliche Stretchlimousinen und Promis wegdenkt, dann bleibt: eine Liebeserklärung an meine Texterheimat. Ohne den Texttreff wäre ich nicht, wo ich bin, was ich bin. Und ohne den Texttreff würde ich mich nicht so sicher und geborgen fühlen in diesem großen von mir so geschätzten world wide web. Und ja – auch nicht in diesem Leben. Es kann niemand verstehen oder gar nachvollziehen, der nicht Textine ist. Aber ich bin einfach sicher: Was auch geschieht in meinem Leben – das Netzwerk fängt mich auf.

 

 

Frisch getextet: Conwebia.de

Vor wenigen Wochen ging www.conwebia.de, die neue Website meines Kunden Frank Schumann, online und wie immer spendiere ich nach getaner Arbeit einen Link zum Launch.

Ich habe für diese Website die Texte verfasst, Claim und Headlines getextet, danke an mein Netzwerk Texttreff, in dem ich gelernt habe, dass man übermorgen in diesem Fall klein schreibt ;-) und insgesamt beratend zur Seite gestanden. Als ich die Website übernahm, war sie konzipiert, die Navigationsstruktur stand, aber ansonsten war sie leer. Meine Aufgabe und zugleich das denkbar knappe Briefing lautete: Schreibe Texte zu den einzelnen Punkten. Es müssen keine Imagetexte sein, wichtig sind die Keywords. Schreibe lieber suchmaschinenorientiert als schön. Wenn die Texte dann trotzdem noch halbwegs gut klingen – um so besser. An Vorlagen gab`s vom Auftraggeber bis auf wenige Stichworte nichts. Telefongespräche lieferten den meisten Input.

Am Ende war er zufrieden. Und dann bin ich es auch. Lieber Frank – Dir und Deinem Team von conwebia Websolutions in Hamburg wünsche ich mit der neuen Website viel Erfolg!

Netzwerken geht anders

Neulich bekam ich ein bemerkenswertes Kontaktgesuch bei Xing. Die Mail lautete im Original:

  “Gerne beziehe ich mich auf Ihre Suche”

Hallo Herr Mestmäcker. In Ihrem Profil lese ich gerade, dass Sie nach interessanten Businesskontakten Ausschau halten. Unser Kontakt und die daraus entstehenden, indirekten Synergien können für alle nur vorteilhaft sein. Leider kann ich gerade niemanden hinzufügen, da ich mein Limit für “Kontakte hinzufügen” (max. 50) erreicht habe. Daher würde ich mich freuen, wenn Sie mich “Als Kontakt hinzufügen” würden. Einen lieben Gruß von [… =mir unbekannter Absender]

Was soll ich dazu sagen? Außer: Findet den die Fehler.