Sao Paulo ohne Werbung

Die brasilianische Millionenstadt Sao Paulo hat seit Jahresbeginn einen Kreuzzug gegen visuelle Umweltverschmutzung gestartet. Großflächige Außenwerbung wird radikal beseitigt. Lateinamerikas Kulturmetropole will damit weltweit ein Beispiel geben. Die Werbebranche protestiert heftig gegen das neue Munizipalgesetz.

So liest man beim Deutschlandradio. Und bei Bernd Röthlingshöfer fand ich einen Link zu Flickr, wo man sich angucken kann, wie das dann aussieht. 

Also mir scheint, es reicht nicht, die Leuchtreklame allein zu verbannen. Das hat was von Verschlimmbesserung. So gesehen hat man in Sao Paulo noch einiges zu tun. Aber wenn man sich diese ganzen leeren Werbegerippe mal wegdenkt, dann rückt die Stadt selbst wieder mehr in den Mittelpunkt. Ihre Straßen, Häuser, Fassaden… und ich bin sehr sicher, dass dann ganz bald der Ruf nach Farbe laut wird. Denn seien wir doch mal ehrlich – die meisten Großstädte wären ohne Ihre Werbeflächen noch grauer und eintöniger als sie es ohnehin schon sind. Oder?

Und ich als Frau vom Lande *g find gerade die großflächige Werbung in Städten oft besonders spannend. Was aber daran liegen kann, dass hier bestenfalls mal an einer Bushaltestelle ein 18 Eintel-Plakat prangt.

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