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Rezension: Buchgenres kompakt*

„Buchgenres kompakt – Handbuch der Genres von Actionthriller bis Zeitgeschehen“ – „Was es nicht alles gibt“, das war mein erster Gedanke, als ich von diesem Buch erfuhr. Ein Buch über Buchgenres. Was sollte man darüber schon schreiben? In meinem Kopf gab es Liebesromane, Historienromane, Krimis, Thriller, Science fiction, Fantasy, Sachbücher, Biografien. Fertig. Also um es sehr vereinfacht mal zusammenzufassen. Mir war klar, dass es da noch die ein oder andere Unterart oder den ein oder anderen Ableger geben würde. Aber ein ganzes Buch mit nix als Buchgenres? Man merkt meinen Gedanken nicht an, dass ich in grauer Vorzeit mal Germanistik studiert habe, oder? ;-) Aber vielleicht war es dann doch das germanistische Interesse, dass mich neugierig werden ließ auf dieses neue Buch der Schreibtrainerin Anette Huesmann.

Mit akribischer Sorgfalt hat sie ein Nachschlagewerk geschaffen, in dem Interessierte von Actionthriller bis Zeitgeschehen nahezu 100 Genres ausführlich erläutert bekommen, weitere 80 Genres und Subgenres werden uns in Stichworten vorgestellt und wir lernen fast 200fach, dass es für jeden Begriff auch immer noch Synonyme gibt.

Das Buch gibt wirklich einen umfassenden Überblick über die Genres und zeigt noch etwas: es liegt nicht an mir, wenn ich in der Vergangenheit beim ein oder anderen Buch nicht sicher war, in welche Schublade ich es stecken soll. Denn – auch das zeigt Huesmanns intensive Auseinandersetzung mit dem Thema – Genres sind bei weitem nicht immer eindeutig. Überschneidungen oder Zweifelsfälle sind völlig normal.

Gut gefallen hat mir, dass Anette Huesmann nicht nur auflistet, sondern die Genres detailliert beschreibt: Charakteristik, Entstehung, Besonderheiten. Ihre ausführlichen, aber dennoch nicht ermüdenden Erläuterungen rundet sie mit Beispielen für das jeweilige Genre ab. Und so weiß ich jetzt, um nur ein Beispiel zu nennen, dass man Bücher wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ dem Genre Entwickungsroman zuordnet und zwar – um genau zu sein – dem bisher nie gehörten Subgenre ‚Sick-Lit‘.

Am Ende des Buches gibt es sinnvollerweise einen Index mit alphabetischer Nennung sämtlicher Genres, Subgenres und Fachbegriffe. Wenn man diese Begrifflichkeiten dann so geballt dort aufgelistet sieht, könnte man sich schon bei dem ein oder anderen Wort fragen: Meinen die das ernst? Bumbling Detective Mystery, Cli-Fi, Chick-Lit, Flintlockfantasy oder eben das schon erwähnte Sick-Lit. Und bei Gartenkrimi, Genusskrimi, Gerichtskrimi, Häkelkrimi oder Friedhofkrimi denk ich schon ein bisschen: man kann’s auch übertreiben mit der Klassifiziererei. Andererseits – warum nicht? Autoren und Autorinnen (Anette Huesmann hätte hier auch noch das * verwendet, sie gendert korrekt Autor*innen) könnten diesen Index durchaus zur Inspiration nutzen. Wie wäre es mit einem Schwimmbadkrimi oder mit einem Weinbergthriller als Untergenre zum Regionalkrimi?

Die Autorin Dr. Anette Huesmann hat mit diesem Buch ein sehr gut strukturiertes Nachschlagewerk geschaffen, in dem man sich festliest, wenn man etwas nachschlägt. Vor allem die Entstehungsgeschichten fand ich oft spannend. Ich habe vieles erfahren, das ich vorher noch nicht wusste.

Wenn man mich nun fragt: Brauche ich dieses Buch? dann würde ich antworten: Ja, wenn du dich im Dschungel der Buchgenres orientieren willst, wenn du noch sehr viel mehr Genres kennenlernen möchtest, als du bisher schon kanntest und ja, vor allem dann, wenn du Autor oder Autorin bist und dein eigenes Werk besser und präziser zuordnen möchtest. Außerdem erfährst du auch, warum eine klare Genrezugehörigkeit von den Lesern und Leserinnen oft belohnt wird und kannst Rückschlüsse ziehen, warum sich ein zu lockerer Umgang mit dem Thema Genre durchaus negativ auf den Absatzdeines Buches auswirken könnte.

Das Titelbild dieses Handbuchs der Genres wurde übrigens perfekt gewählt. Es ist – einem sachlichen Nachschlagewerk angemessen – zurückhaltend und dennoch ausdrucksstark. Ein aufgeschlagenes Buch, dargestellt als astronomisches Universum mit einer Galaxie aus vielen großen und noch sehr viel mehr kleinen Planeten und Sternen. Eine galaktische Welt, so unüberschaubar, wie ganz offensichtlich auch die Welt der Buchgenres. Dr. Anette Huesmann hat sich in diese Welt, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat, ;-) vorgewagt und lässt uns mit ihrem Buch nun teilhaben an den Ergebnissen ihrer Reise.

Foto: Book on demand

Anette Huesmann: Buchgenres kompakt. Handbuch der Genres von Actionthriller bis Zeitgeschehen, Norderstedt 2019, BoD Books on Demand, ISBN 978-3-74814511-0, Softcover, 188 Seiten, Format: 14,8 x 1,1 x 21 cm, Buch: EUR 14,99, Kindle: EUR 9,99.

 

 

 

 

 

 

 

Werbung: Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Buchtipp: Dornröschen, wir müssen reden!*

Eigentlich müsste ich diesen Satz zu meiner Ideenschmiede im Kopf sagen: „Hey du, wir müssen reden! Warum zum Kuckuck hatte Nina Bodenlosz diese großartige Idee, die ich doch gerne gehabt hätte? Denn genau das hab ich ehrlich gedacht, als ich diesen Titel „Dornröschen, wir müssen reden!“ hörte und vor allem diesen Untertitel zum ersten Mal las: „Märchen, die sich neu erfunden haben.“ Ich war schon begeistert von diesem Buch und hatte doch noch keine einzige Zeile gelesen. Was muss das für einen Spaß gemacht haben, altbekannte, und auch leicht verstaubte Märchen umzuschreiben und sie mit einer neuen Botschaft zu versehen.

Getan hat dies Nina Bodenlosz, wenn sie auch auf dem Klappentext behauptet, sie habe die 14 Märchen mit neuem Inhalt einfach so vorgefunden. Heißt es doch da:

„Nina Bodenlosz schlägt ihr altes Märchenbuch auf und stellt fest: Nichts ist mehr so, wie es gewesen ist. Hier ist der Beweis: 14 Märchen, die sich neu erfunden haben. Die Frau auf dem Turm wartet vergeblich auf Rettung, Prinzessinnen wollen ohne Mann regieren oder lieber mit einem Krimi ins Bett, Rumpelstilzchen liebt die Müllerstochter und Falada, das sprechende Pferd, kann einfach das Maul nicht halten.“

Dieses Märchen kann sie gerne ihrer Großmutter erzählen, ich bin sicher, dass diese Nina Bodenlosz diese Geschichten höchstpersönlich umgeschrieben hat. Ist schließlich nicht das erste Mal, dass sie schreibend in Erscheinung tritt.

Alte Geschichten voller Gegenwart

Dornröschen, Rapunzel oder Rumpelstilzchen und 10 weitere bekannte Märchen (wer jetzt denkt, ich kann nicht bis 14 zählen: Dornröschen kommt zweimal vor)  – die Autorin erzählt all diese Märchenklassiker neu und mit wunderbar selbstbewusstem, weiblichem Humor. Rapunzel ist mit grauen Haaren eindeutig Ü50 und durchaus in der Lage, sich selbst zu befreien. Rumpelstilzchen ist verknallt, Prinzessinnen sind alles andere als zarte, gekrönte Zauberwesen. Und König Drosselbart lernt, dass Frauen lieber bescheiden für sich selbst sorgen, als mit einem zwar stinkreichen, aber selbstherrlichen und selbstverliebten Despoten zusammenzuleben.

Aber es steckt noch mehr Neues in den alten Märchen als „nur“ die Emanzipation, wenn sie auch einen großen Raum einnimmt. Die Autorin trägt weitere Themen der Gegenwart in diese Geschichten aus unseren Kindertagen: Fakenews, Korruption oder das Gehabe von so manch narzistischem Herrscher unserer Tage – die Gegenwart ist präsent in diesen umgeschriebenen alten Geschichten, die in moderner Sprache sowieso gar nicht mehr altmodisch daherkommen.

Dezente, unaufdringliche, aber dennoch eindringliche Illustrationen, gezeichnet von Katarina Pollner, adeln die Texte und geben ihnen zusätzliche Ausdruckskraft. Die einzelnen Geschichten haben Vorlese- oder Bettlektürenlänge. Aber Achtung: Man kann trotzdem nicht nach einer Geschichte aufhören. Mir zumindest ist es so gegangen – ich wollte unbedingt wissen, was mich denn beim nächsten Märchen erwarten würde. Und so liest man sich Märchen für Märchen durch diese Texte und ehe man sich versieht, hat man ein ganzes Märchenbuch gelesen. Denn ja – genau das ist dieses Buch: ein Märchenbuch. Geschichten von früher sind jetzt Märchen von heute. Nina Bodenlosz hat es geschafft, so viele Jahrzehnte, ja Jahrhunderte nach Grimm, Andersen oder Bechstein, deren alte Märchen neu zu erzählen und uns damit zu zeigen: Es gibt immer einen Weg, mit seinem Leben das zu tun, was man möchte. Und sei es auch nur von morgens bis abends Netflix zu schauen. Das Bodenlosz’sche Dornröschen hat es vorgemacht.

Geschenktipp!

Wer noch für die ein oder andere Freundin eine Geschenkidee sucht, der oder die hat sie mit „Dornröschen, wir müssen reden!“ gefunden. Ein ideales Buchgeschenk. Aber Achtung: Selfpublishing. Das Buch ist erschienen bei tredition – wer es bestellt, muss mit ein paar Tagen Lieferzeit rechnen. Also am besten JETZT SOFORT bestellen, wenn man es Weihnachten verschenken will.

Und noch ein Tipp: Das Buch ist erhältlich als eBook, Paperback oder Hardcover. Aber hey – es ist ein Märchenbuch. Ein solches Buch braucht ein festes Cover und vor allem ein Lesebändchen. Ich würde ein solches Buch immer in einer Hardcover-Version verschenken. Macht mehr her und passt einfach besser.

„Dornröschen, wir müssen reden!“ von Nina Bodenlosz ist im tredition Verlag oder alternativ unter der ISBN 978-3-7469-6537-6 überall im Buchhandel erhältlich.

*Werbung aus Überzeugung. Ich wurde für diese Rezension nicht bezahlt.

 

 

Kurzweilige Unterhaltung*

Was macht man an einem nasskalten Sonntag, an dem am Niederrhein jeder Karneval feiert, man selbst aber so gar keine Lust auf Straßenkarneval hat? Na klar, man kuschelt sich in die Sofa-Ecke und liest. Und zwar Katja Heimanns Debütroman: Vitamin V wie Wohnung.

Der Titel hätte auch – wenn es ihn nicht schon geben würde – Pleiten, Pech und Pannen lauten können. Denn genau diese reihen sich in flotter Folge aneinander und erzeugen so eine Atmosphäre von chaotischem Durcheinander, das streckenweise atemlos macht. Ein Missgeschick jagt das nächste in diesem Roman, der sich nur so weg liest, wenn man einmal angefangen hat.

Es geht um Nora und ihren kleinen Sohn Colin, die wegen einer Explosion plötzlich obdachlos sind. Ihr Freund Eggert lässt sie in dieser Notlage in das Haus seiner Freunde Bruno und Rea, die gerade im Urlaub sind. Ein Urlaub aber ist endlich – und so fangen die Schwierigkeiten erst an, als die beiden zurückkehren und sich gezwungenermaßen in einer nicht gewollten WG im eigenen Haus wiederfinden. Dass Nora auf ihrer Suche nach einer neuen Wohnung nicht nur die merkwürdigsten Behausungen, sondern auch einige interessante Männer findet, macht die ganze Geschichte nicht weniger unterhaltsam.

Spannend, wie die Autorin mit den Perspektiven umgeht. Während die Hauptprotagonistin aus ihrer Sicht, also in der Ich-Form erzählt, werden die anderen Figuren in der dritten Person erzählt. Heimann wechselt die Perspektiven immer wieder und zwar so gekonnt, dass es den Lesefluss in keiner Weise stört.

Katja Heimann schreibt und beschreibt sehr detailliert und realitätsgetreu. Man merkt, dass sie entweder sehr gut recherchiert hat, oder aber sich auskennt in der Gegend, in der ihre Figuren sich bewegen. Man könnte also vermutlich auch einen Aufkleber aufs Buch machen: Ein Hamburg-Schmöker.

Vitamin V wie Wohnung ist eine lebendige, humorvolle Geschichte mit großer Erzählfreude und viel Sprachgefühl erzählt – perfekt geeignet für alle, die beim Lesen in erster Linie Entspannung suchen.

Katja Heimann: Vitamin V wie Wohnung. Hamburg, tredition, 332 Seiten, als Paperback € 13,99
ISBN: 9783743969605

*Werbung. Das Rezensionsexemplar wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Rezension: Das Lächeln des Bösen

Busch_neu1-197x300Ich bin dem Verlag Drömer Knaur noch eine Rezension schuldig, denn sie hatten mir ein Rezensionsexemplar geschickt. Gelesen habe ich ‚Das Lächeln des Bösen‘ von Petra Busch, das bereits im März 2015 neu erschienen ist.

Nina Bach, 28, chaotischer Freigeist und von ihrer Familie verstoßen, ist schockiert: Ihre ältere Schwester Frauke, eine erfolgreiche Chirurgin, hat sich das Leben genommen – und sich vor dem Suizid offenbar selbst die Haut des Unterarms abgezogen. Nina hat Frauke gehasst. Doch Selbstmord hält sie für ausgeschlossen und beginnt nachzuforschen. Der zuständige Rechtsmediziner Emil Koswig will ihr nicht helfen. Bis Nina entdeckt, dass auch Koswigs Ehefrau sich selbst getötet und davor ein Auge herausgerissen hat. Gemeinsam suchen sie nach dem Hintergrund für die entsetzlichen Taten, und Nina verliebt sich dabei in den charmanten Arzt. Als die dritte Selbstmörderin auf seinem Obduktionstisch liegt, begreift Nina, dass sie Nummer vier sein soll. Doch nicht einmal Koswig glaubt ihr …

So der Wortlaut des Textes, mit dem der Verlag das Buch vorstellt. Doch darin steckt eine Irreführung. Denn Emil Koswig ist.nicht.charmant. Für mich war er von der ersten Zeile an ein arroganter Eigenbrötler. So.

Andere Rezensenten haben bemängelt, dass es sich hier nicht – wie auf dem Cover angegeben – um einen Psychothriller handele. Ja was soll das denn sonst sein? Es ist auf jeden Fall in Abgrenzung zu einem normalen Krimi ein Thriller mit ganz vielen Psychos in den Hauptrollen. Ehrlich gesagt, habe ich noch selten ein Buch mit so geballt vielen extrem Durchgeknallten gelesen. Da dieses Buch von Petra Busch geschrieben wurde, kann man sicher sein, dass jeder einzelne Typ zu einem spannenden Charakter wird, den wir bis in seine tiefsten seelischen Abgründe intensiv kennenlernen dürfen.

Die kurzen Kapitel und ein regelmäßiger Perspektivenwechsel – es gibt drei verschiedene Perspektiven im Buch – machen die Lektüre zu einer kurzweiligen Angelegenheit. Wenn man sich entführen ließ in die bemerkenswerte Phantasiewelt der Autorin, dann glitt man auf dem Spannungsbogen förmlich dahin und las einfach immer weiter. Weil die Kapitel ja kurz sind, hörte ich mich mehr als einmal sagen: Ach komm, noch eines… Wenn ich nicht mit dem Lesen aufhören kann oder will, dann ist ein Buch für mich spannend. Und das war hier definitiv der Fall. Wenn dann auch noch das Kopfkino ansprang, dann war es sogar stellenweise atemberaubend spannend. Und blutig. Und eklig.

Ich stelle dennoch fest, dass ich lieber Thriller oder Krimi als Psycho mag. Zumindest dann, wenn die Beweggründe für Handlungen zu weit weg von meiner Normalität liegen. Denn alle Protagonisten in diesem Buch hatten dermaßen einen Knall, dass ich zu oft dachte: das gibt’s doch gar nicht. Richtig bedrohlich und megaspannend wird es für mich aber erst dann, wenn ich mir die Situation persönlich vorstellen, mich in sie hinein versetzen kann.

Der einzig wirklich normale Charakter war im Grunde der ermittelnde Kommissar. So normal, dass er vollkommen blass blieb. Wobei – eigentlich war er auch nicht normal, denn so beschränkt, wie er dargestellt wurde, kann ich mir eigentlich keinen Kriminalbeamten vorstellen. ;-)

Gut gefallen haben mir die zahlreichen Rückblenden und die kursiv gesetzten Texte, von denen lange nicht klar war, wessen Gedanken das sind. Und dann natürlich Petra Buschs Spezialität: ihre höchstpräzise Beschreibung von Details und ihr virtuoser Umgang mit Sprache. Genau das war in diesem Buch das Antriebsmittel fürs Kopfkino, manchmal bestimmt nix für allzu sensible Leser. Das ging stellenweise im wahrsten Wortsinn schon gehörig ins Fleisch, wenn sie ansetzte, einzelne Arbeitsschritte in der Rechtsmedizin zu beschreiben …

‚Das Lächeln des Bösen‘ hat mich das ein oder andere Mal auf die falsche Fährte geführt und bis zum Schluss gut unterhalten. Dieser Stand-alone-Roman außerhalb der bisherigen Reihe der Autorin war ein kurzweiliges und spannendes Lesevergnügen. Aber ehrlich gesagt – als Busch-Fan der ersten Stunde wünsch ich mir fürs nächste Buch Moritz Ehrlinspiel zurück.

Petra Busch: Das Lächeln des Bösen, München 2015, Knaur Taschenbuch Verlag, ISBN 978-3-426-51548-8, Softcover, 448 Seiten, Format: 12,6 x 3 x 19 cm, Buch: EUR 9,99, Kindle Edition: EUR 9,99.