Winter
Normalerweise braucht man mit dem Auto von meinem Vater bis zu unserem Haus in der Nacht etwa 10 Minuten. Das weiß ich, weil wir die Strecke jedes Jahr in der Nacht nach dem 25. November fahren. Denn da ist sein Geburtstag. Wir essen, trinken, lachen, schenken und grüßen von allen möglichen Leuten. Und irgendwann in der Nacht fahren wir nach Hause.
Heute war es so etwa 1 Uhr als wir aufbrachen. Vor allem, weil die Kinder wirklich müde waren… Das änderte sich aber schlagartig als wir vor die Tür gegingen. Es hatte seit 19 Uhr ohne Unterlass geschneit.
Es ist lange her, dass ich dieses knirschende Geräusch hier bei uns am Niederrhein so laut wahr genommen habe. Es ist lange her, dass ich so viel Schnee auf einmal in meiner Heimat gesehen habe. Und für meine Kinder war es das erste Mal überhaupt, dass sie mitten in der Nacht, sicher chauffiert von ihrem Vater, eine solche frische Pracht erlebten.
Frisch gefallener Schnee hat so was Unberührtes, so was Unschuldiges, hat etwas von einem neu geborenen Kind. Alles noch heil und unversehrt. (Bis die Katze einfach drüber latscht…)
Wenn man in einer solchen Nacht in den Garten schaut, dann weiß, denkt, spürt man: So ist es gut. Der Wechsel der Jahreszeiten. Ruhe. Und irgendwie schimmert der weiße Schnee blau.
Kommentare:
Sei ruhig neidisch. Es ist wunderschön. :)
Nee, nee - Neid ist eine von den Sünden. Aber ich freu mich für euch, dass ihr es genießen könnt.
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Ich weiß nicht, ob ich jetzt neidisch der weißen Pracht sein soll, oder lieber glücklich, dass hier noch nichts den Straßenverkehr behindert…
Wünsch dir einen schönen ersten Advent
Detlef