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Für meine Töchter – ich lass euch!

Meine Schwester war neulich auf einem Ich & Ich Konzert und machte mich hinterher auf dieses Lied aufmerksam. Sie schickte mir den Link zu diesem Video in einer Mail mit dem Hinweis: Achtung, Heulalarm.

Ich hab nicht geheult, nur geschluckt. Aber ich hab verstanden, was sie meinte, als ich versonnen lauschte und den Text inhalierte. Man kann von Ich & Ich ja halten, was man will, die Texte sind klasse, weil sie – so denke ich – aus erlebten Worten bestehen.

Und so widme ich diesen Eintrag meinen Töchtern.

Meiner Tochter Jana, die uns bereits gezeigt hat, dass sich das Universum tatsächlich ausdehnen kann. Sie schrieb uns damals auf die Uhr, die sie uns zum Abschied schenkte und die die argentinische Zeit anzeigt: “Entfernungen sind ohne Bedeutung, sich nah zu sein, ist eine Sache des Herzens.” Genau davon singen hier Ich & Ich.

“Du kannst die Gipfel erklimmen,
zu allen Inseln schwimmen.
In Deinem Herzen bin ich sowieso dabei,
Denn ich bin immer Dein Zuhaus.”

Meiner Tochter Maike, auch sie ist derzeit unterwegs. Mit nur 15 Jahren für ein Jahr in Costa Rica. Dass wir ihr das erlaubt haben, ihr das zutrauen, das spricht für sie. Auch für sie gilt:

“Du kannst in die Ferne fliegen,
Durch die Mongolei,
in tiefste Tiefen tauchen.
Fühl Dich frei.
Das Universum dehnt sich aus.”

Meiner (Gast)Tochter Male. Sie ist nun schon ein halbes Jahr in unserer Familie, ist zum Familienmitglied geworden. Ich mag nicht an den Abschied im Januar denken. Wirklich nicht. Aber auch für sie gilt:

“Gute Reise, gute Reise.
Keine Grenze, die uns trennt.
Das Universum dehnt sich aus.”

Drei Töchter, drei Mal loslassen müssen. Müssen? Nein. Wollen.

Was gibt es Schöneres als Mutter und Gastmutter von drei hübschen, klugen und selbstbewussten jungen Mädchen zu sein, die die Welt entdecken, die das Leben lernen und dabei ganz sicher zu wissen, dass jede von ihnen weiß, was ich ihnen hier noch mal aufschreibe. Zum lebenslangen Abrufen von jeder Stelle des Universums aus:

“Ich bin für immer dein Zuhaus.”