Sterben im Mitmach-Web

Eine Nachricht im Newsletter von intern.de hat mich geschockt. Sie trägt den Titel: Selbstmord Live.

Es gibt ein mir bis dato unbekanntes Angebot Justin.tv, das man für Live-Übertragungen nutzen kann. Dort hat ein junger Mann (19) vor laufender Kamera nach vorheriger Ankündigung Selbstmord begangen.

Im Forum hat man das beobachtet, ihn noch ermutigt – offenbar nahm ihn keiner ernst – niemand hat irgendwas unternommen. Auch nicht, als er einen Abschiedsbrief postete. Auch die Forenbetreiber, Moderatoren, whatever, haben nicht reagiert. Erst, als er sich nicht mehr bewegte, hat irgendjemand die Polizei alarmiert.

Auch deren Eintreffen ist noch übertragen worden, bis zu dem Moment, in dem die Polizisten die Kamera abdeckten. Bei Justin.tv hat man wohl mittlerweile den gesamten Thread und auch das Video gelöscht, den letzten Teil des Videos kann man hier noch sehen.

Das ist dann wohl die andere Seite von Web2.0. Spannend. Ist wie Fernsehen. Ist ja alles nur ein Film. … Oder ist das die Folge von zu vielen Hoaxes, von zu viel Spam. Man hat einfach gelernt, alles für ein Fake zu halten. Mich hat diese Nachricht total geschockt und sehr nachdenklich zurück gelassen.

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Kategorien: Trauriges