Linkkauf sympathisch

Man kennt ja diese Mails, in denen einem Linktausch angeboten wird. Manche schreiben auch ohne Tauschangebot und bitten darum, dass man über dieses oder jenes Projekt schreibt. Die meisten dieser Mails landen bei mir ohne Reaktion im Papierkorb. Heute aber erhielt ich eine Email, die in ihrer freundlichen Direktheit meine Aufmerksamkeit erregte:

Hallo Frau Mestmäcker,
ich bin gerade auf die Pommes-Seite aufmerksam geworden und würde Ihr Projekt gerne mit einem kleinen Betrag (25 EUR) unterstützen.
Im Gegenzug würde ich mich über einen Verweis zu unserem Projekt „Exika“ freuen, das wir im Rahmen unseres Studiums an der Universität Hamburg entwickeln: http://www.exika.de/Pommes_Frites
Gerne spenden wir den Betrag auch an eine Organisation Ihrer Wahl, ich würde mich über eine kurze Antwort von Ihnen freuen.

Nun – eigentlich bin ich auf diese Art nicht käuflich, und ich frage mich auch ein bisschen, was hinter diesem Linkkauf steckt. Denn mein Pagerank kann es ja nun nicht sein. Aber egal, ich find das Projekt ok und hätte vermutlich eh drüber gebloggt, drüben im Frittenblog, wenn ich die Pommes darin entdeckt hätte. Und zwar vermutlich genau das, was ich dort heute geschrieben habe.

Wenn ich das richtig verstehe (bitte um Erhellung…) steckt hinter Exika die Idee von `zugänglichen Informationen`? Also Informationen ohne Umschweife, die jeder versteht? Vor diesem Hintergrund ist das eine gute Gelegenheit, hier an dieser Stelle noch einmal auf meine Hinweise für barrierefreie Texte im Internet hinzuweisen. Denn gerade wer Informationen für alle aufbereiten will, sollte sich die immer wieder vor Augen halten. Auch ihr bei Exika. Das _kollektiv_ in eurem Claim ist ein Fremdwort. ;-)

Nein, ich bin kein Korinthenkacker – ich will nur ein wenig das Bewusstsein schärfen. Wer alle sozialen Schichten ansprechen will, sollte sich bewusst machen, dass es da Menschen gibt, die ein Wort wie kollektiv nicht kennen. Ich weiß, wie man Claims textet und deshalb weiß ich auch, es sollte nach kurz und knapp ein Wort mit k sein… Versteh ich, klingt ja auch gut – ich wollte es trotzdem mal gesagt haben. :-)

Anyway – ich hab Exika ja nun sogar an zwei Stellen verlinkt, weil ich mich immer freue, wenn ich irgendwo ein klitzekleines Bisschen helfen kann. Und zwar in diesem Fall den Hamburger Studenten mit ihrem Projekt und Hamoun Kamai.  Denn die Organisation meiner Wahl ist seine Stand Up Intitiative. Spendenkonto findet ihr hier.

Im Namen von Stand Up: Dankeschön. :-)

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