DJV gibt Startschuss für Sprachfibel gegen Rassismus
Der Deutsche Journalisten-Verband unterstützt das Projekt einer Sprachfibel der diskriminierenden und rassistischen Wörter. Das kündigte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken am heutigen Freitag auf der Leipziger Buchmesse an. Die Fibel soll von einem Projektteam erstellt werden, dem neben dem Initiator, dem DJV-Landesverband Nordrhein-Westfalen, das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und die Initiative Journalisten gegen Rassismus angehören. Über eine Kooperation mit der nordrhein-westfälischen Landeszentrale für politische Bildung laufen derzeit Gespräche.
In dem heutigen DJV-Forum “Diskriminierung durch Sprache und Bilder in den Medien” auf der Leipziger Buchmesse sagte Konken zu dem Projekt: “Viele Wörter aus dem Nazideutsch sind in unseren Wortschatz übergegangen. Wir müssen uns dessen bewusst werden und die Sprache von diesen Begriffen reinigen.”
Ein bisschen mehr Sorgfalt bitte
Rheinische Post von heute: Großer Schwerpunkt-Artikel auf Seite 3 des Mantelteils zum Unglück in Bad Reichenhall. Ich stolpere über den ersten Satz des Beitrags:
“Mit jeder Stunde, die vergeht, werden die Geschichten, die die Menschen in Bad Reichenhall erzählen, wunderbarer.”
Ich wünsche mir wirklich mehr Sorgfalt beim Umgang mit Sprache in meiner teuer bezahlten Tageszeitung.
Wunderbarer? Da hat sich die Kollegin wohl im Wort vergriffen. Wundersamer wollte sie wohl sagen. Denn auch ungehört bin ich ganz sicher, dass an den Geschichten nichts Wunderbares dran ist. In diesem Sinne - Prost Neujahr! Oder besser gesagt: Prost Mahlzeit.
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