Feliz Cumpleanos Maike
Heute wird meine Tochter 16 Jahre alt. Sie feiert nicht hier bei uns, sondern sie ist weit weg. Sie lebt derzeit in Costa Rica.
Für eine Mutter ist der Geburtstag des Kindes immer ein besonderer Tag. Auch der 16. Geburtstag. Und selbst dann, wenn man sein Kind sehenden Auges reisen ließ, wenn man fest davon überzeugt ist, dass dieses Jahr gut und richtig ist und ihr ein Leben lang helfen wird, selbst dann sitzt man am 4. Dezember 2010 hier und hat einfach Sehnsucht.
Ich würde sie so gerne umarmen. Ihr persönlich Glück wünschen für dieses Lebensjahr, das überall mit sweet little sixteen umschrieben wird. Aber das muss ich mir aufsparen für den Juni 2011.
Heute bleibt mir nur zu hoffen, dass sie nicht betroffen ist von diesen furchtbaren Regenfällen in Latein- und Mittelamerika, dass die Reise an den Pazifik, die sie gerade unternimmt, ihren Horizont erweitert und sie glücklich macht und dass sie es mit ihren grad mal 16 Jahren schafft, an diesem Geburtstag on the road, so ganz ohne unseren obligatorischen dunklen Apfelkuchen kein Heimweh zu kriegen.
Und wenn doch Maike - halte es aus! Geburtstag ist nur ein Datum. Wichtig ist, dass du lebst und dass du dich spürst! Ich hab ich lieb und gratuliere Dir! Zum Geburtstag und zu Deinem Mut!
Wir alle gratulieren dir und sind für immer dein Zuhaus. Remember Paris!
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Dringend Gastfamilie gesucht!
Wir sind ja eine “AFS-Familie”. Unsere Große war in Argentinien, unsere ‘Kleine’ ist gerade in Costa Rica und seit letztem Februar lebt Male aus Kolumbien bei uns. Das alles bedeutet viele tolle neue Erfahrungen, internationale Kontakte, buntes Sprachengewirr am Frühstückstisch und viele spannende Gespräche. Wir haben ganz viel Neues gelernt, Lateinamerika und seine Kultur kennengelernt und zwar auf eine Art, wie es eine Urlaubsreise niemals könnte. Kurz, es ist eine total tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
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Wir haben die Entscheidung, Gastfamilie zu werden, nicht eine Sekunde bereut. Das einzig Doofe daran ist, dass so ein Jahr zu Ende geht. Bei uns steht schon der Abschied vor der Tür, am 8. Januar verlässt Male Deutschland wieder und wir alle würden am liebsten die Zeit anhalten. Ich mag noch nicht daran denken. Denn wir haben unsere Gasttochter Male tief und fest in unser Herz geschlossen.
Solch positive Erfahrungen wünscht sich auch Tulio. Der 17jährige Junge aus Venezuela ist derzeit bereits seit September in Deutschland und sucht dringend eine neue Gastfamilie. Manchmal ist es so, dass die jungen Leute die Familie wechseln müssen. Entweder, weil sich in der Gastfamilie die Umstände geändert haben, weil etwas Unvorhergesehenes passiert ist oder auch, weil einfach die Chemie zwischen Gastkind und Gasteltern nicht stimmt.
Und nun haben wir so einen konkreten Fall. Tulio braucht dringend eine neue Gastfamilie. Vielleicht hat ja jemand Lust, auf dieses Familienabenteuer? Hier findet ihr ein Foto von Tulio und ein paar kurze Infos.
Wer sich vorstellen kann, Gastfamilie zu werden und Tulio bis zum Sommer ein Zuhause zu geben oder wer mehr wissen will, der kann sich an die im PDF genannte oder an diese Adresse wenden. Vielen Dank!
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Tags:AFS, Gastfamilie
Erkenntnis
Kolumbien - ich war noch nie dort, aber ich schwöre: Ich werde dieses Land kennenlernen.
Noch vor einem Jahr war Kolumbien für mich gefährlich, von der Mafia beherrscht und von Drogen regiert. Dieses Bild in meinem Kopf hat sich grundlegend geändert. Ich habe viel gelernt über dieses Land, noch mehr über seine Menschen. Wenn der AFS, dieser Verein für interkulturelle Begegnungen sich das bessere Verständnis der Kulturen in die Vereinssatzung geschrieben hat, so kann ich heute sagen: Vereinsziel erreicht. In nur 7 Monaten vom gefährlichen, Mafiaregierten Drogenland zum Traumreiseziel - das ist durchaus bemerkenswert.
Ja mehr noch - wenn ich Filme wie den in diesem Posting hier sehe, bin ich gerührt, fühle ich Verbundenheit. Aber das ist ja auch normal. Ich habe eine kolumbianische (Gast-)Tochter, die mir mehr ans Herz gewachsen ist, als ich es mir je hätte vorstellen können.
Man lernt ein Land zu lieben allein durch die Menschen.
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Tags:Kolumbien
Für meine Töchter - ich lass euch!
Meine Schwester war neulich auf einem Ich & Ich Konzert und machte mich hinterher auf dieses Lied aufmerksam. Sie schickte mir den Link zu diesem Video in einer Mail mit dem Hinweis: Achtung, Heulalarm.
Ich hab nicht geheult, nur geschluckt. Aber ich hab verstanden, was sie meinte, als ich versonnen lauschte und den Text inhalierte. Man kann von Ich & Ich ja halten, was man will, die Texte sind klasse, weil sie - so denke ich - aus erlebten Worten bestehen.
Und so widme ich diesen Eintrag meinen Töchtern.
Meiner Tochter Jana, die uns bereits gezeigt hat, dass sich das Universum tatsächlich ausdehnen kann. Sie schrieb uns damals auf die Uhr, die sie uns zum Abschied schenkte und die die argentinische Zeit anzeigt: “Entfernungen sind ohne Bedeutung, sich nah zu sein, ist eine Sache des Herzens.” Genau davon singen hier Ich & Ich.
“Du kannst die Gipfel erklimmen,
zu allen Inseln schwimmen.
In Deinem Herzen bin ich sowieso dabei,
Denn ich bin immer Dein Zuhaus.”
Meiner Tochter Maike, auch sie ist derzeit unterwegs. Mit nur 15 Jahren für ein Jahr in Costa Rica. Dass wir ihr das erlaubt haben, ihr das zutrauen, das spricht für sie. Auch für sie gilt:
“Du kannst in die Ferne fliegen,
Durch die Mongolei,
in tiefste Tiefen tauchen.
Fühl Dich frei.
Das Universum dehnt sich aus.”
Meiner (Gast)Tochter Male. Sie ist nun schon ein halbes Jahr in unserer Familie, ist zum Familienmitglied geworden. Ich mag nicht an den Abschied im Januar denken. Wirklich nicht. Aber auch für sie gilt:
“Gute Reise, gute Reise.
Keine Grenze, die uns trennt.
Das Universum dehnt sich aus.”
Drei Töchter, drei Mal loslassen müssen. Müssen? Nein. Wollen.
Was gibt es Schöneres als Mutter und Gastmutter von drei hübschen, klugen und selbstbewussten jungen Mädchen zu sein, die die Welt entdecken, die das Leben lernen und dabei ganz sicher zu wissen, dass jede von ihnen weiß, was ich ihnen hier noch mal aufschreibe. Zum lebenslangen Abrufen von jeder Stelle des Universums aus:
“Ich bin für immer dein Zuhaus.”
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Tags:Mutter, Tochter
Roots to grow, wings to fly
Gestern Abend, 23.20 Uhr, SMS: Wir sind gelandet. Es ist so schön hier.
Das Abenteuer Costa Rica kann beginnen.
Roots to grow and wings to fly
That’s what your mama gave you
Genau. Und deshalb fest ins WWW gemeißelt: Ich wünsche dir das (bisher) schönste Jahr deines Lebens!
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Tags:Costa Rica
Stichtag
“Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln. Wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel.”
Guten Flug Jana!
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Tags:18 Jahre
Catcontent literarisch
Schon lange keine Katze mehr gezeigt hier. Da dieses aber ein Weblog ist, muss hin wieder bisschen Katzenzeugs sein. Dieses Mal literarisch, unter dem Titel “Draußen vor der Tür”.

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Tags:catcontent
Ale ist da - Willkommen in Deutschland
Heute war der große Tag, an dem unsere Familie um ein Mitglied größer geworden ist. Zumindest für die nächsten 11 Monate sind wir jetzt fünf. Wenn es denn klappt und Ale uns auch die ganze Zeit als Familie haben will. Wir wünschen uns das schon heute.
Alejandra kommt aus Kolumbien und ist als AFS-Austauschschülerin am Freitag in Deutschland gelandet. Am Samstagmittag haben wir sie am Hauptbahnhof Düsseldorf in Empfang genommen. Mannomann, was waren wir alle aufgeregt. Und sie vermutlich noch sehr viel mehr. Aber ich hatte schon am Bahnhof bei der ersten Begrüßung und Umarmung ein gutes Gefühl: Das passt. Bislang hab ich mich immer auf meinen Bauch verlassen können, ich hoffe, das ist auch dieses Mal so.
Dies ist das erste Bild, das ich gemacht habe, bei der Abfahrt in Düsseldorf mit meinem neuen Phönchen.
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Zum “Passen” gehört ja mehr als nur unsere Familie. Dazu gehört auch die Schule, die Freunde, die Umgebung. Alejandra kommt aus Bogotá, der Hauptstadt ihres Landes und lebt jetzt in Waldniel am Niederrhein. Kulturauschtausch eben. :-) Da kommen einem schon so Gedanken, ob sie sich nicht langweilen wird. Andererseits - ich bin sicher, dass sie es genießen wird, dass sie sich in unserem beschaulichen Dorf wesentlich freier und selbstständiger bewegen kann als in ihrer Heimatstadt. Außerdem kann auch hier auf dem Dorf ganz schön die Party abgehen. Ich kenne doch meine Kinder und ihre Freunde. ;-)
Egal - der Start ist gelungen, wir haben einen lauten und fröhlichen Empfang mit der Familie, meiner Schwester und Familie, meiner liebsten Freundin, unserer Oma hinter uns. Ale hat uns reich beschenkt, mit tollen Geschenken und unendlich vielen Köstlichkeiten aus ihrer Heimat. Ein neues deutsches Wort hat sie heute schon gelernt: Lecker! :-) Hier seht ihr sie mit meiner Tochter Jana vor der großen Schüssel mit kolumbianischen Süßigkeiten.
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Ale ist vorhin erschöpft eingeschlafen. Sie hat das toll gemacht heute und ich bewundere einmal mehr diese jungen Menschen, die sich mit 16 Jahren trauen, einen fremden Kontinent und ein fremdes Land anzusteuern, um dort ein Jahr in einer fremden Familie zu leben und das alles, ohne die Sprache zu sprechen. Denn die will sie hier erst noch lernen. Das wird ihr gelingen, ich halte sie für sprachbegabt, talentiert und ehrgeizig. Aber ob wir auf deutsch, englisch oder spanisch miteinander reden - das Wichtigste ist für mich, dass sie glücklich ist und dass ihr Austauschjahr zu einer Erfahrung wird, die sie im positiven Sinne nie vergessen wird. Was wir dazu beitragen können, werden wir tun.
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Tags:AFS, Kolumbien
Die Woche
Montag: Anruf - meine Schwester dachte, sie hätte dies, erfuhr aber, sie hat ein Angiom , hatte eine Hirnblutung und hätte unglaubliches Glück gehabt.
Dienstag: Mich riesig geärgert. Entschieden, dass ich mich nicht mehr ausnutzen lassen werde. Dieses ewige: Kannst du mal eben - ich brauche dies oder jenes. Textanforderungen aus dem Familien-und Freundeskreis. Mit manchmal unglaublich ignoranten Reaktionen und einem unerträglichen Anspruchsdenken.
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Für meine Töchter
Elke hat mir dieses Video mit diesem Song geschickt: “Ich hab zwar keine Tochter, aber ich könnte mir vorstellen, dass er Dir aus der Seele spricht …” Oh ja Elke, das tut er. Ich hab tatsächlich ein paar Tränchen verdrückt gerade. Mütter sind manchmal so rührselig. :-)
Und dabei gehöre ich zu den Müttern, die es genießen, dass die Töchter groß und größer werden, selbstständig sind, wirklich tolle junge Mädchen und schon fast Frauen sind. Ich bin wahnsinnig stolz auf sie und kann es auf der einen Seite gar nicht abwarten zu sehen, was sie weiterhin aus ihrem Leben machen.
Auf der anderen Seite aber…. Slipping through my fingers all the time.
Jana und Maike - für Euch:
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Tags:Abba, Mütter, Töchter


