Zielgruppe verfehlt - und überhaupt: Das ginge besser!
Da bekomme ich vor wenigen Tagen von unserem Optiker im Ort ein Mailing per Post:
Frühjahrsaktion
Aha, denke ich, Werbung. Als Brillenträgerin interessiert mich sogar, was er anzubieten hat. Ich beginne zu lesen und stolpere direkt über die ersten Worte: der Jahreswechsel ist vorbei.. Ja, das sollte man meinen. Immerhin ist das Mailing datiert auf März 2005. Ein bisschen spät dran für einen solchen Einstieg, würde ich meinen…
Aber ich lese weiter. Und lese verdutzt: Sie unseren Kunden nennen zu dürfen freut uns sehr. Nicht nur, dass ich eine Kundin und kein Kunde wäre, nicht nur, dass in dem Satz ein Komma fehlt, fällt mir auf. Vor allem bin ich jetzt schon langsam ein wenig gereizt: Denn ich habe noch nie einen Fuß in dieses Geschäft gesetzt. Mein Optiker ist das nicht. Da frage ich mich doch, wie die dazu kommen, mich ihren Kunden zu nennen?
Und wenn ich es wäre, dann wüssten Sie, dass ich mit den angebotenen Einstärken-Kunststoffgläsern in meiner Glasstärke gar nichts anfangen kann, weil ich nämlich Dreistärkenkunststoffgläser in meiner Brille habe.
Mannomann. Der Optiker hat seinen Laden in dem Ortsteil, in dem wir demnächst wohnen werden. Ich denke, ich sollte da mal mein Kärtchen hinbringen. Zwar haben sie mit diesem Brief an mich ganz klar ihre Zielgruppe verfehlt - sie selbst aber sind eindeutig meine Zielgruppe. Ich hab den starken Eindruck, dass ich Einiges für sie tun könnte. Zumindest kann ich selbstbewusst behaupten, ich schreibe die eindeutig besseren Mailings. :-) [Manchmal kann ich es mir nicht verkneifen - Eigenwerbung off]
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