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Sein oder nicht sein…

… das ist hier die Frage.

Nun, ganz so existenziell ist es nicht, aber ich möchte mal folgenden Umstand zur Diskussion stellen und wünsche mir für einmal eine rege Diskussion in den Comments: 

Ich plane einen umfangreichen Relaunch meiner Präsenz im Web. Zum einen betrifft das die Pommeswelt und das Frittenblog, zum anderen TXT94 mit Jobblog und Guckloch und dann ist da noch die TXT-Rätselkiste, ebenfalls mit Blog.

Pommeswelt und Frittenblog sind nicht betroffen, das ist ein externes Projekt und steht außen vor. Aber alle anderen Präsenzen bereiten mir Kopfzerbrechen. Die Bloggerei habe ich mit meinem privatem Weblog begonnen. Anfangs rein zum Spaß vermischte sich dann immer mehr Job und privater Alltag miteinander. Irgendwann wollte ich das trennen, weil ich dachte, meine Kunden und Businesskontakte müssen ja nicht alles lesen, was ich so privat verzapfe.
Die Rätselkiste habe ich aufgebaut, um den Rätseln mehr Raum zu geben und weil ich glaubte, sie so besser vermarkten zu können.

Mittlerweile ist es so, dass mir naturgemäß diese Menge an Weblogs über den Kopf wächst, bzw. es führt dazu, dass das Bloggen zur Pflicht wird. „Ich muss mal wieder meine Blogs füttern…“ ist so ein typischer Gedanke. Denn je nach Auslastung und was mich gerade so beschäftigt, blogge ich mal hier, mal dort weniger oder mehr. Das jeweils andere Blog fällt dann hintenüber. Das Rätselblog fast immer. Das ist ja eigentlich nicht schlimm. Aber ich, für mich persönlich, hab damit ein Problem.

Nun überlege ich, bei dem geplanten Relaunch wieder alles zusammen zu legen in eine riesige Präsenz. Sozusagen ein TXT-Portal *gg* mit einem einzigen Blog.

Denn mittlerweile denke ich zum Beispiel – Kunden, die sich stören könnten an dem, was ich Privates blogge, müssen ja nicht mit mir arbeiten. Sprich – ich bin sowieso auf dem Weg, viel intensiver Job & Joy miteinander zu verbinden. Ich muss nicht immer die seriöse Dienstleisterin geben, um zu beweisen, dass ich gute Arbeit leiste. Auch gute Text- und Marketingleute lachen oder weinen mal… Und umgekehrt können die, die mich nur privat kennen oder lesen ruhig auch mal mitlesen, was ich so Berufliches oder Geschäftliches vom Stapel lasse. Oder?

Ich überlege also – back to the roots - in Zukunft wieder nur noch ein einziges Blog zu haben. Vergraule ich damit die Jobblog-Leser oder die Guckloch-Leser, die Rätselfreunde (wobei die eh sehr stiefmütterlich behandelt werden derzeit…)? Oder ist das vielleicht sogar positiv?

Wie das dann praktisch ginge, darüber mach ich mir dann Gedanken, wenn die Entscheidung gefallen ist. Vermutlich aber würde ich ein ganz neues Blog eröffnen und die alten als Archiv einfach nur bestehen lassen und drauf verlinken oder so. Denn beide Blogs zusammenführen, das wäre nach vier Jahren intensiver Bloggerei wohl der schiere Wahnsinn und vermutlich auch technisch gar nicht möglich? Oderrrr???

Ich brauch einfach mal ein paar Argumente von außen, weil ich selbst momentan einfach nur von der Überlastung durch so viele Blogs geleitet werde. Und nein – eines einfach schließen, das steht nicht zur Debatte. Das will ich eigentlich auch nicht. Irgendwie bilde ich mir ein – wenn ich alles beieinander habe, wird’s für mich einfacher.

Und damit verabschiede ich mich jetzt mal ins Wochenende. Und hoffe wirklich auf viele Meinungen und Denkanstöße meiner Leser hüben wie drüben. Denn diesen Text blogge ich jetzt in allen Blogs.

Biggi Mestmäcker am Freitag, 13. April 2007 | In eigener Sache
(0) Comments (132 Aufrufe) | Permalink

Kommentare:

Der Datenbankausfall deines Providers hatte zu kaputten Tabellen geführt, was wohl nicht geprüft wurde beim Wiedereinschalten.

Oliver hat es nun gerichtet.

wunderbar. Vielen Dank! :)

Wie wärs mit einem “Best Of Archiv”?

Privat und Business zu vermischen ist nicht wirklich sinnvoll. Würdest du auch in einem Laden-Schaufenster nicht tun, auch wenn im Laden natürlich deine Persönlichkeit steckt.

Wie die Pommes aber zu den Businessthemen passen sollen frag ich mich schon. Vielleicht als Mittagspause? Und die Rätsel dann zum Feierabend.

Ergo, weil es ja nicht zum Stress ausarten soll: zwei Blogs, eventuell drei, falls du einen passionierten Pommesbuden-Co-Blogger findest. Und die Frequenz muss doch nicht so hoch sein. Was ich (sehr gerne!) lese, das siehst du ja :)

Nee, nee, die Pommes bleiben schon für sich. Das schrieb ich ja, die bleiben außen vor. Vielleicht finde ich ja auch jemanden, der mir die Pommeswelt abkauft. :) Interessenten gäbs da schon. Nur waren mir die Angebote bisher zu niedrig. Deutlich zu niedrig. ;)

Rätsel passen doch hervorragend zu TXT/Text, finde ich. Privates würde ich eher trennen, aberdu bloggst, für dich soll’s passen. Als Leserin würde mich eine Vermischung nicht stören, aber ich bin ja auch eine, die auf ganz verschiedenen Hochzeiten tanzt, und kenne das Problem gut. Vielleicht hilft auch schon, den Drang zum Perfektionismus (=tägliche Blogeinträge) beiseitezuschieben und dir mehr Zeit für dich selbst zu nehmen. ;-)))

Achte doch mal auf dein eigenes Leseverhalten bei anderen Blogs.
Ich finde es manchmal stressig, alles (Wichtige?) überall mitzukriegen.

Ich habe mich oft gefragt bei deinen vielen Beiträgen: Sitzt Biggi auch mal nicht am Rechner? ;-) Wobei ich dein Rätselblog gar nicht kenne und die Pommessachen nicht lese.

Vielleicht bloggst du erstmal einfach nur weniger; aber am besten fände ich, wenn du reduziert. Auf höchstens zwei Blogs.

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