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Oooohhhhoooohhhhoooolympia…

Mit dem Corporate Blogging kommt es mir ein bisschen so vor wie bei einem Staffellauf mit einer brennenden Fackel. Hat ja jeder schon mal gesehen: Einer entzündet die Flamme, läuft los und gibt die brennende Fackel nach einer gewissen Etappe weiter. Toll. So soll es sein.

Manches Unternehmen guckt sich die Bloggerei der anderen vielleicht erst mal skeptisch eine Weile an und irgendwann spring der Funke über und ein “Ich will auch-Gefühl” setzt ein. Oder man ist “live dabei” und sieht, wie ein Unternehmen seinen Bekanntheitsgrad und so mittelfristig auch seinen Umsatz erhöht. Allein durchs Bloggen. Vorbildfunktion in Deutschland haben da sicher das Frostablog und auch das Saftblog. Zumindest meinen Kunden haben nicht nur meine Worte und Empfehlungen, sondern auch die regelmäßige Lektüre in eben jenen Weblogs überzeugt, fortan auch aus dem eigenen Unternehmen zu bloggen.

Es könnte immer so weiter gehen, eben wie bei diesem bekannten Staffellauf mit brennender Fackel, den schon die alten Griechen veranstalteten. Die Fackel mit dem Feuer wird immer weiter gereicht und am Ende wird das große Feuer entzündet. Will heißen - dann bloggen so viele Unternehmen in Deutschland, dass eine neue Unternehmensnetzkultur entstanden sein wird.

Branchenübergreifend bereichern, motivieren und unterstützen sich die Firmen gegenseitig - reden miteinander, bekommen Inspirationen und Ideen voneinander und auch die Kundenbeziehungen werden besser, weil man ständig im Dialog ist, Kritik und Beschwerden ernst nimmt, darauf reagiert, sein Angebot anpasst und und und. Was könnte das ein wunderbares Feuer werden, in dessen Schein spannende Begegnungen stattfinden. Konjunktiv.

Denn nun hat das Saftblog eine Abmahnung in schwindelerregender Höhe erhalten.  “Rufausbeutung, Urheberrechtsverletzung, Irreführung, Markenrechtsverletzung und anderes” so heißt es im Saftblog. Ein Abmahnschreiben mit 17 Seiten. Erste Konsequenz - das Saftblog will aufhören. :-(

Ok - das Logo hätte man nicht veröffentlichen dürfen - das leuchtet mir ein. (Offenbar hat das Saftblog keinen Berater?) Aber sonst? Alle anderen Vorwürfe verstehe ich überhaupt nicht. Und ich finde es hochgradig unsportlich, gleich mit einer derart großen Summe anzukommen, die für ein kleines Unternehmen unter Umständen ruinös sein kann.

Schade. So wird das nix mit dem Fackellauf, wenn da der Goliath kommt, David im vollen Lauf stoppt, ihm die Fackel entreisst und dessen Flamme erstickt. Ziemlich unsportlich. Finde ich.

Um so besser diese (Re)Aktion. Und gut auch zu sehen, wie unzählige Blogger versuchen, die Fackel wieder zu entzünden, sprich, den Walthers den Rücken zu stärken.

 

 

Biggi Mestmäcker am Freitag, 15. Dezember 2006 | Ärgerlich
(2) Comments (227 Aufrufe) | Permalink

Kommentare:

Und sobald diese Kuh vom Eis ist kümmern wir uns um die Kunst, bzw. deren Enthüllung. ;-)

Ähem, Frank, steh ich auf der Leitung oder muss ich deinen Kommentar nicht verstehen?

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