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Nach 18 Uhr

Ein Blick auf die Uhr zeigt: Dieser Tag neigt sich langsam dem Ende zu. Und das ist auch gut so. War er auch sonnig und über alle Maßen frühlingshaft, so habe ich nicht viel davon mitbekommen. Und Zeit sich mal für eine Weile nach draußen zu setzen, war auch nicht. Mein schöner Zeitplan ist durch den Unfall von Tochter 2 komplett zusammengebrochen und ich werde diesen Montag vermutlich die ganze Woche noch spüren.

Gut, dass wenigstens Tochter 2 nichts mehr spürt. Zumindest springt sie ganz quietschfidel herum. Wenn dieses Kind eine Gehirnerschütterung hat, dann dürft ihr mich Anton nennen. Oder sogar Birgit. (Das dürfen sonst nur mein Vater und mein Mann. Letzterer aber nur, wenn er sauer auf mich oder gereizt ist.)

Ein schlimmer Tag also. Und zu allem Überfluss haben mir meine Töchter unmissverständlich klar gemacht, dass man bei so schönem Wetter nicht mehr mit Winterstiefeln rumlaufen kann. Das hab ich ja sogar eingesehen, dass der Mensch auch ein paar passende Halbschuhe braucht. Also Schuhe kaufen. Meine Kinder sind langsam in einem Alter, wo das sogar gar nicht mehr so schlimm ist wie früher. Es hat was von Shoppen. Und weil der weiblichen Seele ja nachgesagt wird, sie könne sich durch Einkaufen gutes Tun und sogar regenerieren, habe ich mal so getan, als würde das stimmen. Und hab mir auch Schuhe gekauft. Vorsichtshalber gleich zwei Paar.

Biggi Mestmäcker am Montag, 24. April 2006 | Aus der Familie
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