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Mit TextGuard gegen den Textklau

Nach 15 Jahren Texterei bin ich an einem Punkt angekommen, an dem mir die Textklauerei zunehmend auf den Zeiger geht. Ich hab schon zahlreiche Websites betextet und einige von ihnen werden immer wieder beklaut. Das kann ich nicht dulden und ich find es unerträglich, dass meine Kunden sich entscheiden, einen Profi mit ihrem Webauftritt zu betrauen, dass sie Geld dafür bezahlen und dass andere dann einfach hergehen und die Texte klauen und auf ihre eigenen Seiten setzen.

Also hatte ich es mir zur Gewohnheit gemacht, regelmäßig alle Kundenprojekte via copyscape zu checken. Wenn ich fündig wurde, ging die Arbeit erst los – Daten sichten, sichern, Screenshots machen, Brief schreiben, Unterlassungserklärung fordern, Rechnung stellen, alles eingeschrieben verschicken, paar Tage abwarten und dann in den meisten Fällen die mehr oder weniger verzweifelten oder auch dreisten, aber immer nervigen Anrufe abwimmeln. Man sei Existenzgründer, man habe das nicht gewusst, dass man das nicht darf, man habe das nicht selbst gemacht, sondern der Sohn (ersatzweise Nachbar, Kegelbruder oder Dienstleister) usw. usw. usw. Oder aber ein Anwalt meldet sich und fordert nun seinerseits Belege, Unterlagen zum Beweis meiner Urheberschaft. Jeder Textklaufall kostete mich Zeit und Nerven. 

Das ist nun Gott sei Dank anders. Denn vor einigen Monaten erhielt ich eine Email als Reaktion auf diesen Blogbeitrag

Die Lernhaus GmbH stellte mir ihren TextGuard vor, eine Software, die im Internet permanent nach Textplagiaten sucht und gleiche oder auch veränderte Texte und Textteile findet. In der Email hieß es:

TextGuard kostet Nichts. Unsere Recherche erfolgt kostenneutral. Das bedeutet, dem Autoren und Rechteinhaber entstehen durch die TextGuard Recherche keine Kosten. Zur weiteren Bearbeitung leiten wir die Treffer an unsere Anwälte weiter. Diese prüfen die Ergebnisse und fordern, wenn eine Urheberrechtsverletzung vorliegt, von dem Verletzer einen entsprechenden Schadensersatz.

TextGuard erhält ein erfolgsabhängiges Honorar. Erst wenn der Verletzer einen entsprechenden Schadensersatz bezahlt hat, erhält TextGuard ein anteiliges prozentuales Honorar auf den erhaltenen Schadensersatz.

Der Autor hat das letzte Wort Aus den unterschiedlichsten Gründen kann eine anwaltliche Schadensersatzforderung auch manchmal nicht der einzig gangbare Weg sein. Daher entscheidet letztendlich immer der Autor, ob der Anwalt tätig werden soll oder auch nicht. Der Vertrag zwischen dem Autoren und TextGuard ist jederzeit kündbar.

Mit diesem Angebot rannte man bei mir offene Türen ein. Ich war zwar zunächst skeptisch, wollten sie doch mit mir einen langfristigen Vertrag abschließen und ich witterte überall Fallen im Kleingedruckten. Ich telefonierte und mailte unzählige Male mit Herrn Gerigk von der Lernhaus GmbH hin und her, bis auch der letzte Zweifel ausgeräumt war. Und ich unterschrieb.  Seither ist Textguard mein Webchecker. ;-) Und das geht prima und zwar so:

Ich hab ihnen all meine Texte in Einzelseiten zugeschickt. D.h. Bildschirmseite für Bildschirmseite. Das war technische Grundvoraussetzung und anfangs eine Menge Arbeit – ein ganzes Wochenende ist dafür drauf gegangen. Allerdings ist es ja jetzt geschafft und ich muss nur noch neue Texte schicken, sobald sie online sind.

TextGuard lässt nun meine Texte regelmäßig durch sein System laufen und sucht nach Plagiaten im Netz. Wenn sie fündig werden, erhalte ich ein PDF mit einer vergleichenden Auflistung: Original und Fundstelle. Ich gucke, ob tatsächlich geklaut oder rechtmäßig verwendet. Wenn ok, ist der Fall erledigt. Der Fall ist auch erledigt, wenn ich ganz einfach nicht will, dass ein Diebstahl weiter verfolgt wird. Wenn ich aber will, dass ein Textdieb zur Rechenschaft gezogen wird, dann schicke ich einfach ein Go per Email und die Sache geht ihren Gang.

Der von mir bevollmächtigte TextGuard-Anwalt schreibt in meinem Auftrag den Klauer an und kümmert sich um sämtliche Unterlagen, die ich vorher selbst erstellen musste. Er kommuniziert auch mit dem Klauer oder mit dessen Anwalt – und informiert mich zwischendurch per Email über den Stand der Dinge. Ich muss nichts tun, außer ein paar Emails lesen und beantworten. Und wie heute mal wieder überrascht feststellen, dass mein Kontostand sich erhöht hat. Eine weitere Schadensersatzzahlung ist eingegangen.

Kommentare:

Wir haben auch schon telefoniert, ich wollte mich da auch noch einlesen ... Danke für deine “Vorarbeit”, gut zu wissen, dass das Ganze vertrauenswürdig ist. Und einträglich. Und hoffentlich lehrreich für die Klauer. :-)

Das nenn ich mal nen tollen Service. Kaum vorstellbar, dass dies wirklich kostenlos sein soll.
Angeregt durch diesen Artikel habe ich mal Copyscape auf meine Rezepte losgelassen und auch zwei (wenn auch alte) Kopien gefunden. Dummerweise macht Copyscape in der kostenloses Variante ja nach nur 5 Abfragen pro MONAT die Schotten dicht.
Ich bin gespannt auf weitere Eindrücke von dir.

Liebe Grüße vom Bodensee
Jörg

Hi Jörg,
es ist für mich de facto vollkommen kostenlos. Das kannst du mir ruhig glauben. :-)
Sie finanzieren sich durch die 30 %.

vielen und sehr herzlichen Dank für den positiven Bericht. Wie dort beschrieben - so sollte es eigentlich immer laufen. Und an einigen kleinen Verbesserungen arbeiten wir ja auch noch.

Datendiebe ausfindig zu machen, das wird sich immer mehr lohnen, weil immer öfter geklaut wird; so jedenfalls meine Erfahrung. Da ich viele Blogs betreibe und stets neue Beiträge online stelle, wäre es wirklich etwas mühsam, dauernd neue Texte irgendwohin schicken zu müssen, zumal ich manchmal nachträglich Änderungen vornehme. Bei Textklau nach maschineller Art (so geschehen im Bayerwald-Blog )dürfte es auch für TextGuard schwierig werden. Dennoch: ein guter Ansatz und sicher sehr hilfreich. Ich verwende PlagAware. Ohne organisierte Suche geht ja gar nichts mehr.

Guter Service. Ich betreibe allerdings drei Blogs und vier Websites. Da wäre mir das Einsenden aller früheren Artikel zu mühsam.
Statt dessen nutze ich auch Plagaware und bin sehr zufrieden damit.

Hallo Herr Kopp-Wichmann,

das Internet ist im Hinblick auf Plagiate sehr “langmütig”. Besonders viele Plagiate finden wir bei “älteren” Texten und Artikeln. Dies ist logisch in zweierlei Hinsicht:
1. Der Plagiateur ist tendenziell faul und sucht nicht ständig nach neuen Inhalten.
2. Der Plagiateur ändert die Inhalte seiner Website selten.
Zudem findet sich nach einer gewissen Zeit auch noch der Kopierer des Kopierers :-)
Zweifellos befinden sich also einige Schätze gerade bei Ihren älteren Texten, bei deren Bergung wir gern behilflich sein können. Eine kleine Garantie vom TextGuard: die Mühe lohnt sich - immer!

Danke für die Vorstellung, der Serviceleistung - auch auf unserer Seite, die nur aus redaktionell erstellten Texten besteht, kommt es immer wieder vor, dass sich Fremde freimütig bedienen. Hauptsache kostenlos ist halt immer noch die Devise Nummer 1 im Netz!

Hey! Super Service, kannte ich nicht. habe auch immer wieder Ärger mit Textklau und noch mehr mit dem Mailverkehr hinterher.

Ich werde den Service mal testen - bin für jede Hilfe dankbar, die mir Papierkram abnimmt und trotzdem meine Rechte schützt!

man, das ist ja mal ein Tipp. das muss ich meiner Freundin erzählen, Autorin und schon oft im Netz beklaut worden. heißen dank!

Danke für den tollen Tipp. Ich bekam die Empfehlung zu TextGuard von einer Kollegin, da wir gerade wieder aktuell ein Textklau-Problem beobachtet haben. Meine alten Dateien werde ich nicht alle prüfen lassen, das wäre Wahnsinn nach mehreren Jahren Geschäftstätigkeit und mehreren 1000 Texten. Aber die neuen prüfe ich alle mit der wirklich kostenlosen Version von TextGuard und bin begeistert. Dass sie aber auch noch anwaltlich tätig werden, soweit war ich noch gar nicht vorgedrungen. Daher freueich mich über diesen Beitrag und werde im Bedarfsfall sicher TextGuard bemühen. Außerdem bekommt der Service eine Empfehlung in meinem Blog texterstellung.officestopp.com

Klasse Service, vielen Dank!

Freundl. Grüße

Heike Stopp

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