Mit dem Tod am Frühstückstisch
Meine Kollegin Stefanie Pütz - sie “macht Radio” - beglückt die Abonnenten ihres Newsletters regelmäßig mit einem “Ton des Monats”. Und weil ich auch zu ihren Abonnenten gehöre, komme ich auch regelmäßig in den Genuss. Über den ein oder anderen Ton des Monats hab ich hier schon mal gebloggt und jetzt ist es wieder soweit. Den November-O-Ton möchte ich auch meinen Bloglesern vorstellen. (Falls hier überhaupt noch jemand liest, so selten, wie ich hier schreibe im Moment…)
Im tristen, depressiven, dunklen November geht es in Stefanie Pütz’ aktuellem Ton des Monats um eine - so sollte man meinen - traurige Angelegenheit, es geht um Todesanzeigen. Sie schreibt dazu in ihrem Newsletter:
Das sind schwarzumrandete Ausschnitte aus Zeitungen, die in irgendwelchen Kisten, Schubladen oder Ordnern lagern und in melancholischen Stunden gerne durchgeblättert werden. Angeblich haben viele Menschen ihre Lokalzeitung nur wegen der Todesanzeigen abonniert. Mich würde es nicht wundern - sie erzählen nun mal die schönsten (tragischen und komischen) Geschichten aus der Nachbarschaft!
Wer sich aber die knapp drei Minuten Sendebeitrag anhört, stellt fest, wie fröhlich und heiter dort “Todesanzeigenfans” von der Lektüre erzählen, auf die sie nicht verzichten wollen. Es gibt die unterschiedlichsten Motivationen. Am besten hat mir gefallen, dass man bei der Lektüre von “verblichenen Anzeigen” nämlich auch spüren kann: “ICH lebe, ICH freue mich noch.” :-)
Hört’s euch an - drei Minuten, die trotz des vermeintlich traurigen Themas ein echtes Schmunzeln aufs Gesicht zaubern: Verblichene Anzeigen
Ich oute mich übrigens - auch ich lasse bei der Zeitungslektüre am Morgen die Todesanzeigen nicht aus.
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Tags: Todesanzeigen
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