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Endlich! Homeoffice

Diese Besprechung steht unter dem Titel “Endlich”. Nicht nur, weil ich endlich dazu komme, sie zu schreiben, sondern weil “endlich” das Wort ist, das mir beim Lesen immer und immer wieder durch den Kopf ging.

Eigentlich hab ich das Buch ja nur gelesen, weil ich grundsätzlich neugierig bin, wenn mir persönlich bekannte Autorinnen mal wieder ein Buch veröffentlicht haben. Birgit Golms und Gudrun Sonnenberg sind wie ich schon seit vielen Jahren im Texttreff aktiv und haben schon vor einiger Zeit ihren Ratgeber: Homeoffice - Erfolgreiches Heimspiel dank Zeit- und Selbstmanagement geschrieben. Er erschien im Oktober 2009. 

Cover Homeoffice

Ich bin ja ein alter Hase und sitze nun schon im 16. Jahr im Homeoffice. Was aus rein praktischen Gründen begann - als die Kinder klein waren, war dies einfach die leichteste Möglichkeit Familie und Beruf zu vereinen - ist längst zu einer bewussten Entscheidung gereift. Ich bin freiberufliche Heimwerkerin aus Überzeugung. Und so dachte ich eben, ich lese das Buch nur aus Neugier, aber sicher weiß ich schon alles, was drin steht. Und ehrlich gesagt, war das auch (fast) so.

Trotzdem empfehle ich dieses Buch ALLEN Heimarbeitern. Jene, die sich womöglich gerade erst selbstständig gemacht haben oder jene, die sich mit dem Gedanken tragen, zukünftig im Homeoffice zu arbeiten, werden unzählige wertvolle Tipps und Hinweise finden. An vielen Stellen habe ich gedacht - hätte ich das Buch doch schon vor Jahren gelesen. So manche Frustration wäre mir erspart geblieben.

Aber ich empfehle es unbedingt auch jenen, die wie ich schon sehr lange im Homeoffice arbeiten und deren Erfolg Ihnen bescheinigt, dass sie das ganz gut hinkriegen. Denn mir hat das Buch vielleicht keine inhaltlichen Aha-Effekte beschert, aber es hat sooo gut getan.

Endlich hat mal jemand aufgeschrieben, wie es ist.

Endlich hab ich es Schwarz auf Weiß - arbeiten im Homeoffice ist eine durchaus ernstzunehmende Lebensform.

Endlich fühle ich mich verstanden, denn offenbar bin ich nicht die Einzige, deren Bekannte irgendwann mitten am Tag auf einen Kaffee vorbei kommen, weil man ja eh zu Hause ist.

Endlich weiß ich, dass auch andere von Handwerkern als Zicke angesehen werden, weil man sie in der Mittagspause bestellt. “Wieso? Wir telefonieren doch gerade, Sie sind doch da?” “Ja, aber ich bin bei der Arbeit und habe jetzt keine Zeit.” “Aber die können Sie doch unterbrechen?” - Nein. Kann ich nicht.

Und endlich, endlich, endlich hat es jemand aufgeschrieben, dass es nicht nur ok, sondern sogar gut und richtig und sinnvoll ist, wenn ich am Nachmittag meinem Körper nachgebe und mich einfach zwischendurch mal 10 Minuten auf’s Sofa lege. “Augenpflege” nenne ich das immer. Und ja - das ist gut und im Interesse meiner Arbeit. Denn danach bin ich wieder fit. Ein “Luxus”, den sich Angestellte nicht leisten können, die müssen ihre Bio-Uhr stets und ständig überlisten. Das kann nicht gesund sein.

Und endlich - nach 16 Jahren - habe ich einen uralten Vorsatz in die Tat umgesetzt: Arbeite strukturierter und planvoller. Dazu haben mich die Vorlagen für Tages- und Wochenpläne im Anhang des Buches animiert. Dank neu eingeführter Zeit- und Zielplanung bin ich noch nie so organisiert in ein Jahr gestartet. Danke Birgit und Gudrun!

Endlich bin ich angekommen und empfinde jetzt mein Homeoffice endlich als das, was es natürlich sehr lange schon ist: ein Unternehmen.

Deshalb: Homeoffice, Erfolgreiches Heimspiel dank Zeit- und Selbstmanagement: Unbedingte Leseempfehlung für alle Menschen, die ihr Geld von zuhause aus verdienen.

Und noch ein zusätzlicher Tipp - das Blog von Gudrun Sonnenberg http://www.kollege-ich.de ist ebenfalls einen Bookmark wert. Viele Tipps für den Alltag im heimischen Büro und für mich die regelmäßige Lektüreportion, die mich erinnert, meine guten Vorsätze auch ja nicht wieder einschlafen zu lassen.

Biggi Mestmäcker am Freitag, 08. Januar 2010 | JobBlog Job-Alltag Lesestoff
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Kommentare:

Klingt interessant, das Buch. Beim Lesen deines Blogs habe ich immer nur genickt. Auch ich arbeite schon seit vielen Jahren in meinem Homoffice, pflege ab und zu meine Augen. Ich erlaube zwar dem Handwerker, zwischendurch mal schnell vorbeizukommen. Dafür muss ich aber aufpassen, dass ich abends nicht zu spät meinen Laptop zuklappe. Denn einen wirklichen Arbeitsschluss, einen acht-Stunden-Tag kenne ich irgendwie gar nicht. Irgendwie habe auch ich es mal mit Kalender, Planung und so probiert, meinen Alltag strukturierter zu bekommen. Ich habe es nur tageweise geschafft, nie durchgehalten. mich brachten immer tagesaktuelle Aufgaben aus dem Plan: Der Anruf einer Redaktion: Wir brauchen bis morgen eine Umfrage. Telefonate mit Hertstellern, Texte, die trotz Trainings und Routine dann doch länger brauchten. Trotzdem habe ich das Gefühl, nicht chaotisch zu sein. Na ja, oder doch? Ich drücke dir, liebe Biggi, die Daumen, dass du durchhälst. Und liebe Grüße für das neuen Jahr aus der KLICKerei, Jana

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