Das Leben ist nicht fair
Immer wieder gibt es sie, diese Momente, wo die Sonne lange vor dem Abend untergeht.
Ich hole Tochter eins vom Konfi-Unterricht ab. Sie ist sehr blass: Mama, stell dir vor, die sagen, D. ist tot.
Ich muss bremsen. Langsamer fahren. Wie bitte? Das gibt es doch nicht. Ich habe sie doch vor ein paar Tagen noch gesehen.
Doch. Tochter eins kann es auch nicht glauben. Aber sie bestätigt es immer wieder. D.‘s beste Freundin habe es erzählt, und die habe es von den Eltern.
Und ich denke laut: Solche Gerüchte setzt auch niemand einfach in die Welt. Nicht solche Gerüchte.
Das Mädchen war 14 Jahre alt und ist - so heißt es - im Rahmen einer Routine-Operation nicht mehr aus der Narkose erwacht.
Dass so etwas tatsächlich passiert…
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Ich denke an die Eltern. Ich denke an dieses freundliche Mädchen.
Wieder einmal wird so vieles so schnell so gleichgültig.
Mir ist schlecht. Ich stehe vollkommen neben der Spur.
Kommentare:
nein, das LEben ist nicht fair. Nie. Aber manchmal spürt man es besonders nah.
Ja Melody, diese Idiotinnen kenne ich auch. Aber dieses Mädchen war keine davon. Das war schon eine notwendige Operation…
So schlimm es klingt, man nennt es schicksalshaften Verlauf.
Nicht vorhersehbar, nicht vermeidbar. Schrecklich, besonders wenn ich an die Eltern und ev. Geschwister denke.
Ach Mensch Biggi,
du weißt, solche Schicksale machen mich immer betroffen. Welch schwere Last für die Eltern.
Bei aller Freude und Spaß, die ich am Wochenende erleben durfte wusste ich heute Nacht gar nix mehr zu sagen. In der Stadt, in der so sich ausgelassen und unbeschwert der Musik und des Tanzes hingegeben wurde, blieben trotzdem viele Menschen immer wieder vor einigen Fenstern und Wänden stehen, die im Rahmen eines Aufrufes zur Literatur-Meile entstanden. An einer Stelle las ich die Zeilen von einem Jürgen Brugger:
“Die Gegenwart ist das Einzige, was zählt.
Der Augenblick wird zur Faszination,
die uns den Tod vergessen lässt.
Und die heilige Zeit verwirklicht sich
in dieser Sekunde,
wenn die schönen Erinnerungen von gestern
und die Träume von morgen
in ihr einen würdigen Platz finden.
So gesehen, heisst Leben immer:
Jetzt! Hier! Und: genau so!”
Ab und zu erinnert uns der Tod eines Menschen daran, dass auch unser Leben im nächsten Moment enden könnte.
Einen lieben Gruß
Detlef
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Natürlich passiert das. Laufend. Häufig. Immer wieder.
Und denk mal an alle IdiotInnen, die sich für dickere Titten oder ein Stupsnäschen diesem Risiko aussetzen, ohne Not.