Das ist auch Deutschland: Es darf wieder getötet werden
Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AgA) prangert den Abschuss von Braunbär JJ 1 an.
Ein Skandal in Deutschland, dem durch die Fußball-Euphorie leider nicht in dem Ausmaß öffentliche Beachtung geschenkt wird, wie dies von Nöten wäre.
Zwar hat man wochenlang die Wanderungen des Braunbären zwischen Deutschland und Österreich in eher lächerlichen Presseberichten verfolgen können, doch dann nimmt man eine Entscheidung der Bayerischen Jäger gelassen hin: Der Bär ist tot.
Verschiedene Organisationen kämpfen für die Erhaltung wildlebender, teilweise verschwundener Arten. Die EU hat ein passendes Förderprogramm (LIFE) aufgestellt und damit auch Gelder eingesetzt und verwendet, um Bären in Italien wieder anzusiedeln.
Nach 171 Jahren wieder ein Braunbär in Deutschland, in Österreich leben rund 25 dieser Tiere. Arten- und Naturschutzorganisationen fühlen sich vor den Kopf gestoßen. Die ausgelöste Panikmache in Deutschland widerspricht deren Bemühungen und hat jetzt - erst einmal - ein unrühmliches Ende gefunden. Brigitte Peter (Sprecherin des Vorstandes der Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V.): „Wie sollen Arten- und Naturschutzorganisationen einer breiten Öffentlichkeit den Schutz wildlebender Tierarten vermitteln, wenn von offizieller Stelle, wie in diesem Fall, ein in Deutschland und Europa streng geschütztes Tier zum Abschuss freigegeben wird? Das ist ein Skandal und dieser Abschuss ist und bleibt illegal“.
Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V. ist eine als gemeinnützige, anerkannte Organisation, die sich seit zwanzig Jahren den Erhalt von bedrohten Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume zur Aufgabe gemacht hat.
Quelle: Pressemeldung.
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