Ausflug
Anderthalb Stunden Fahrrad gefahren.
Im Wind wehende Weizenfelder.
Renaturierte Kartoffelacker.
Margeriten, Klatschmohn, Kornblumen.
Lange Zeit waren sie verschwunden. Kaputt gedüngt.
Offenbar kommen die Landwirte langsam wieder zu Verstand.
Mais in allen Wachstumsstadien.
Idyllische Mini-Dörfchen, kleine Gässchen, bunte Bauerngärten.
Mit gutem Gefühl geradelt. Gedacht: Heimat.
Dabei ganz mühelos vor mich hingetreten. Wenn auch vorhanden, ist es nicht nötig, die Gangschaltung zu betätigen.
Heimat hat keine Steigungen. Keine nennenswerten.
An einer Stelle ein Haus passiert, vor dem ein bepflanztes Wagenrad hing. Ich musste an Kurt denken. Er hat solche Dinge gemocht.
“Kehrt ihr ins Leben zurück und lächelt für mich.” Und ich musste lächeln. Fuhr lächelnd vor mich hin und war sicher, er sieht uns jetzt zu.
Und dann hab ich gedacht - ich möchte mit dem Lächeln nicht wieder aufhören. Lächeln tut gut. Ich will immer nur allen gut tun. Es allen Recht machen. Warum nicht endlich auch mal mir?
Schon beeindruckend, auf welch seltsame Ideen einen das Gefühl von Heimat bringt.
Kommentare:
Ja Doe. Ich geb mir alle Mühe. Nicht immer leicht, aber ich versuche es.
Dazu fällt mir noch ein Spruch aus Kindheitstagen aus meinem Poesiealbum ein: Nicht alle sind fröhlich, die fröhlich scheinen. Ich hab schon oft gelacht, um nicht zu weinen…
Du hast noch das olle Poesie-Album aus Deiner Jugend? Wahnsinn, das ist bei meinem achtletzten Umzug entsorgt worden, das meinige…
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Schön, Dich mal lächelnd zu lesen. Schön, so ein Ausflug mit dem Rad, aber den müsste ich nicht haben, mit dem Hund wäre mir das lieber. Schön, dass Du einen wunderbaren Sonntag hattest. Schön so, mach so weiter…