Navigation

Akquise: Selbst und ständig

image Heute ist der Business-Blog-Karneval zum vermutlich wichtigsten Thema für Selbstständige “Akquise” gestartet. Der Blog-Karneval wird zwar veranstaltet von www.selbstundstaendig.de, der Titel meines ersten Beitrags zum Thema ist jedoch mehr als ein Hinweis auf oder eine Hommage an die Organisatorin. Der Titel soll vielmehr verdeutlichen, was sich Selbstständige immer wieder vergegenwärtigen sollten: Als Selbstständige arbeiten wir nicht nur selbst und ständig, wir sollten auch so akquirieren. Ich sage gerne: Akquise ist immer!

Was das heißt? Man sollte keine Gelegenheit auslassen, auf sich und sein Angebot aufmerksam zu machen. Natürlich ohne penetrant zu sein und nur da, wo es passt.

Kleine Geschichte am Rande: Ich war einmal beim Zahnarzt. Während ich auf dem Behandlungsstuhl saß, erzählte mir der Zahnarzt wie schwierig es sei, Patienten zu binden oder neue Kunden zu finden. Wann immer der Bohrer still hielt und mir Sprechen ermöglichte, schlug ich ihm Ideen und Maßnahmen vor. Als ich die Praxis verließ, hatte ich einen Auftrag für einen Flyer in der Tasche.

Man erreicht mögliche Neukunden also bei weitem nicht nur durch klassische Werbemaßnahmen, sondern und gerade im regionalen Umfeld vor allem durch Präsenz. Die Leute müssen wissen, was man macht, damit sie überhaupt auf die Idee kommen können, einen Auftrag zu erteilen.

Das bedeutet: Wichtig ist gutes Zuhören, Bedarf erspüren und dann bei passender Gelegenheit seine Kompetenz anbringen. Wenn man verinnerlicht, dass man im Grunde ständig auf Akquisetour ist, gibt es solche Gelegenheiten viel häufiger als man denkt.

Einen Kunden habe ich bekommen, weil ich beim Einkauf sagte: „Ich habe Ihre Anzeige in der Zeitung gesehen – war ja schade, dass die die so blöd platziert hatten. Die fiel überhaupt nicht auf.“ „Ja wissen Sie, leider haben wir gar keine Zeit, uns um unsere Anzeigen richtig zu kümmern.“ Nun – ich nehme mir diese Zeit für diesen Kunden nun bereits seit zwei Jahren jeden Monat. ;-)

Beim Essen im kleinen Familienrestaurant lasse ich wie zufällig eine meiner Visitenkarten auf dem Tisch liegen, als wir gehen. Viele Wochen später rief der Inhaber an – und zwar die Nummer, die auf der Visitenkarte steht… – ob ich wohl auch Texte für Speisekarten schreibe?

Tipp 1 zusammengefasst also: Ob zum Zahnarzt, zum Elternabend, zum Einkaufen oder ins Freibad - niemals ohne Visitenkarte aus dem Haus gehen. Man kann nie wissen, wen man trifft…

Biggi Mestmäcker am Freitag, 20. Oktober 2006 | Akquisition
(2) Comments (510 Aufrufe) | Permalink

Kommentare:

Und für Autoren gilt zusätzlich:
Nie ohne das aktuelle Buch aus dem Haus gehen. Ich habe immer zwei Exemplare in der Tasche und so manch Neugierigem dadurch schon den Weg in die Buchhandlung erspart :-)

P.S: Jaaa, ich habe eine GROSSE Handtasche *g*

Ja, das kann ich definitiv unterstreichen. Entscheidend dabei ist: unaufdringlich über die eigene Tätigkeit erzählen. Mit aggressiver Akquise bei jeder Gelegenheit kann man sich mehr verbauen.

Ich habe übrigens zur Eigen-Präsentation einen Mini-Flyer im Visitenkartenformat!

Seite 1 von 1 Seiten

Kommentar hinzufügen







Persönliche Angaben speichern
Benachrichtigung bei Folgekommentaren

voriger Beitrag: Heute ist
nächster Beitrag: Eigentlich