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Akquise per Email und die Geschichte vom Kieferorthopäden

image In meinem ersten Beitrag zum von Elke Fleing veranstalteten Blog-Karneval ist ja schon deutlich geworden, dass ich ein Fan von “By-the-way-Akquise” bin. Folgerichtig denke ich bei “Akquise per Email” jetzt nicht an directmailings, Newsletterversand oder Permission Marketing. Ob im Geschäftsverkehr oder im privaten Bereich - ich nutze jede einzelne meiner Emails als Akquisetool. Dabei geht es mir nicht um den Inhalt, sondern einzig und allein um die Signatur, die ans Ende jeder Email gehört.

Da hinein gehören die wichtigsten Kontaktangaben und natürlich und vor allem die URL seiner Website. Gleichzeitig kann man eine Signatur natürlich auch nutzen, um auf neue Projekte, ein neues Produkt, ein neues Buch etc. aufmerksam zu machen. Wichtig ist dabei jedoch immer, dass man sich so kurz wie möglich fasst. Wer die Signatur zu sehr aufbläht, macht sie meiner Meinung nach zu offensichtlich zum Werbefeld.

In jedem Fall mache ich seit langem die Erfahrung - die Adressaten der Mail klicken. Der Mensch ist neugierig und so ist es nur normal, dass vor allem neue Kontakte wissen wollen, was sich hinter der angegebenen URL verbirgt. Ich selbst betreibe ja mehrere Projekte und auch mehrere Weblogs, und habe demzufolge auch mehrere URLs. Gleichzeitig habe ich derzeit zwei verschiedene Buchprojekte am Start. Das bedeutet für mich, dass ich auch mehrere Signaturen habe, die ich je nach Empfänger variabel einsetze.

Ich schreibe an die Redaktion einer Zeitung? Und sei es auch nur einen privaten Leserbrief - in die Signatur kommt www.txt94.de und natürlich auch www.txt-raetselkiste.de Denn Text und Kreuzworträtsel können Redaktionen schließlich schon mal gebrauchen. Warum ich in diesem Fall auch www.pommeswelt.de mit aufnehme? Na ist doch klar - vielleicht inspiriere ich ja so diese Redaktion, über die Pommeswelt zu berichten. :-)

Bei den Adressaten, die häufig Emails von mir bekommen, wechsele ich die Signaturen regelmäßig. Vor allem im Hinblick auf die Hinweise auf neue Projekte und Bücher. Manchmal setze ich auch einen Slogan davor oder spiele ein wenig mit der Formatierung. Das Ziel ist immer: Meine Signatur soll auch nach der dreißigsten Mail noch auffallen.

Damit das jetzt nicht nur schön klingt, ein Beispiel aus der Praxis.

Meine Tochter ist zur Zeit in kieferorthopädischer Behandlung. Neulich erreichte ich in der Praxis des Kieferorthopäden nur den Anrufbeantworter, also schrieb ich eine eMail. Für mich die normalste Sache von der Welt. Gestern hatten wir wieder einen Termin und der Kieferorthopäde begrüßte mich mit: “Sie haben mir ja seit dem letzten Mal gar keine eMail geschrieben.” Es stellte sich heraus, ich bin tatsächlich die einzige Patientenmutter, die ihm mailt. (Was die Sache leichter und so eine eMail natürlich auffälliger macht… *gg)
Dann sagte er weiter: “Ich hab natürlich mal geguckt, was sie so machen. Wenn ich Sie mal brauche, würde ich Sie ansprechen. Schreiben Sie auch Reden?”

Klar, das ist nur ein erster zarter Kontakt in Richtung Business. Aber es zeigt: Ohne Signatur wäre ich für den Kieferorthopäden eine Patientenmutter. Mit bin ich eine Texterin. :-)

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Damit er beim nächsten Mal nicht wieder feststellen muss, dass ich ihm ja gar nicht gemailt habe, schicke ich dem KFO jetzt gleich eine Email. Mit der URL zu diesem Beitrag. Und vielleicht auch zur Rätselkiste? Wäre doch nett, wenn er dadurch auf die Idee käme, in seinem Wartezimmer für die wartenden Eltern ein Kreuzworträtsel rund um Zähne, Zahnspangen, Zahnpflege, Kieferorthopädie auszulegen. Denn während man da rumsitzt, kann man sich auch die Zeit vertreiben und ein bisschen um die Ecke denken. Der KFO könnte auch ein Gewinnspiel draus machen - alle, die die richtige Lösung abgeben, haben die Chance auf eine elektrische Zahnbürste, oder whatever…. 

Ich schweife ab… das Thema ist ja hier eigentlich die Akquise. Und das ist ja eine hochernste Angelegenheit und soooo schwierig.

Nö. :-)

Biggi Mestmäcker am Mittwoch, 25. Oktober 2006 | Akquisition
(1) Comments (656 Aufrufe) | Permalink

Kommentare:

Genau!
Als Julchen sich mal vor einigen Jahren um einen Ferienjob bemühte und sich nicht traute, ohne Mama hinzugehen, sprang ein netter Auftrag für mich heraus. Der Ferienjob war für Julchen allerdings überhaupt nicht interessant.

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