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AFS

Heute war ein denkwürdiger Tag. Das Thema “Organisation” ist endlich vom Tisch. Seit Monaten beschäftigen wir uns mit Organisationen und Unternehmen, die Auslandsaufenthalte für Schüler anbieten. Zwei kommerzielle Organisationen waren bereits in der engeren Wahl, aber am liebsten hätten wir ja eine gemeinnützige Orga gehabt.

Nun ist das gar nicht so leicht, da angenommen zu werden. Es gibt regelrechte Auswahlverfahren. Tochter 1 war nun an diesem Wochenende beim Auswahlwochenende vom AFS. Es war eine aufregende und spannende Geschichte für sie. Als wir sie abholten, war sie TOTAL begeistert. Von den Leuten, von den Aktionen, von dem Verein, von allem einfach. (Unser Eindruck war übrigens nach der Info-Runde für die Eltern auch der Allerbeste.)

Tochter 1 - von Natur aus eher pessimistisch - war skeptisch: “Ich glaub nicht, dass die mich nehmen.”

Nur Stunden später beim Abendessen der erlösende Anruf: “Du bist dabei.”

Tränen vor Freude. Wo soviel Emotion im Spiel ist, kann das nur gut werden. Und ich als Mutter, die ja auch das Problem des Loslassens hat, lese nun bereits über karibische Inseln im Common Wealth und Berichte von Eltern, deren Kinder mit AFS in China, Japan oder Guatemala waren. Sprachkenntnisse - so lernten wir - spielen übrigens keine Rolle. Ich bin geneigt, das zu glauben. Angenommen bei AFS heißt angenommen. Aber wohin die Reise geht, das klärt sich erst sehr viel später. (Wobei ich Tochter 1 natürlich für ihr Wunschland die Daumen drücke!)

Komischerweise finde ich diese Unwägbarkeit gar nicht mehr schlimm. AFS.e.V. hat zumindest eines richtig drauf: Vertrauensbildung.

Es wird Zeit, meiner Tochter ein Blog einzurichten: Mein Auslandsjahr in .... XY… Und sicher wird dieses Auslandsjahr mich auch in diesem Blog noch öfter beschäftigen.

Biggi Mestmäcker am Montag, 12. November 2007 | Guckloch Aus der Familie
(6) Comments (1303 Aufrufe) | Permalink

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Kommentare:

Gratuliere :-)

Danke Ines. :)

Ui. Toll. Und wie gesagt: Ich war mit 15 ein Jahr in den USA - wenn auch mit der Konkurrenz von YFU. Es hat mir gut getan.

Hab keine Angst.

Bravo, erzähl ich meiner Schwester, die ist aktiv bei AFS dabei.
Sie war damit selbst auch in USA, vor Jahren.
Ich selbst konnte nicht, ist aber eine zu lange Geschichte für diesen Kommentar :-)

Echt Martina ? Das find ich ja super. Gibt noch ein bisschen mehr ein gutes Gefühl. :)

Oh, wie toll! Ich wollte seinerzeit auch, aber ich hatte noch keinen Führerschein und das schien Bedingung zu sein oder so. Diente jedenfalls als Ausrede, weil ich doch ziemliche Angst vor Heimweh hatte ...

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