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Trautes Heim, Glück allein

Na ja. Der Titel ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Es gibt schon Momente derzeit, da kann ich mir wirklich was Schöneres vorstellen. Aber wir wollten ja alles, oder wenigstens ne Menge selbst machen. Wir bilden uns ein, dass man dann schneller eine Beziehung knüpft zu diesem Haus, in dem bis vor wenigen Wochen noch andere Menschen gelebt haben, das aber in zwei Wochen unser Zuhause werden soll.

Zur Zeit spüre ich auf jeden Fall jeden Knochen in meinem Körper und ahne Muskeln an Stellen, von denen ich bis dato nicht wusste, dass es dort auch Muskeln gibt. Essen tun wir höchst selten und wenn, dann nur wenig. Keine Zeit. Was sich erfreulich auf die Röllchen unter dem T-Shirt auswirkt. :-) Kind Nr. 2 fragte jedoch heute: Mama, wann kochst du mal wieder was? Ich ließ mich erweichen und rieß einen Beutel “Spätzlepfanne” aus dem örtlichen Discounter auf. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Das Zeug war nicht lecker, machte aber satt.

Satt genug, um danach wieder in unser Demnächstzuhause zu fahren, wo ich mich derzeit am häufigsten aufhalte, obwohl es dort noch alles andere als gemütlich ist. Aber ich bin ja gerade deshalb so häufig dort, damit das einmal anders wird.


Immer dann, wenn ich diese halb fertigen Räume nicht mehr sehen kann, wenn ich mal ne Zigarette rauchen will oder wenn ich einfach ein bisschen denken will, abseits von Farbeimern, Stemmeisen und Laminatbrettern, immer dann gehe ich in unseren kleinen Garten, der uns herrlich ungepflegt empfangen hat und einfach schnuckelig ist. So langsam beginnt es dort zu sprießen und zu wachsen, viele Pflanzen und Sträucher kenne ich - sogar einen Flieder hat es dort. Ich werde jedoch noch einen pflanzen. Einer reicht nicht. Und dieser scheint mir auch schon alt und gebrechlich zu sein. Manche der Pflanzen kenne ich jedoch nicht. Zumal noch kaum was blüht.

Ein Strauch hat es mir besonders angetan. Er ist arg verkrüppelt, irgendjemand hat ihm ziemlich zugesetzt. Er sieht nicht gut aus. Aber er ist eine Kämpfernatur. Allen abgebrochenen Zweigen zum Trotz hat er sich angestrengt und will auch in diesem Jahr blühen. Die ersten Knospen springen schon auf:

Kann mir jemand sagen, wie dieser Strauch heißt? Ich finde diese junge Blüte einfach wunderschön. Ein Symbol eines Anfangs. Diese junge Blüte an diesem krüppeligen Strauch zeigt: Alles wird gut. Allen Widernissen zum Trotz - es geht immer weiter.

Biggi Mestmäcker am Freitag, 08. April 2005 | Guckloch
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Herr, wirf Hirn vom Himmel ...

... aber ziele bitte genau.

Was da so geschrieben wird, nennt sie göttlich. Und sie hat sehr Recht. Lest selbst.

Biggi Mestmäcker am Mittwoch, 06. April 2005 |
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Eigene Immobilie gut zur Altersvorsorge

Wohneigentum ist nach wie vor eine gute Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Pestel Instituts in Hannover, die im Auftrag der DSL Bank erstellt wurde. Die Studie zeigt, dass trotz schrumpfender Bevölkerung und zunehmendem Durchschnittsalter die eigenen vier Wände rentabler sein können als andere Anlageformen in Kombination mit gemietetem Wohnraum.

Eben. Das haben wir uns auch gedacht. Haus gekauft. Und deshalb ist hier im JobBlog gerade nicht viel los. Weil erst nach dem Umbau und Einzug wieder Zeit fürs Bloggen ist… :-)

Wer die ganze PM zum Thema lesen will, kann das hier tun.

Biggi Mestmäcker am Mittwoch, 06. April 2005 |
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Ende Gelände

Das ist mir noch nie passiert.
Mein Outlook ging vorhin in die Knie.
Meldung kam: Nix geht mehr. Alles voll. Kapazitäten erschöpft. Löschen Sie, was Sie nicht mehr brauchen. Oder so ähnlich.
Tja, da habe ich dann mal flugs ein paar klitzekleine Megabytchen-Mails extern speichern müssen.
So was passiert eben, wenn einem der liebste Freund von allen täglich ziemlich große Emails schickt und man sie alle mitsamt Anhängen aufbewahrt. Irgendwann ist dann die größte Platte voll. Und das größte Postfach auch. Aber wie sollte es auch anders sein. Mein Herz ist es ja auch.

Biggi Mestmäcker am Mittwoch, 06. April 2005 | Guckloch
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Hinter’m Horizont ...

... geht’s weiter.

Biggi Mestmäcker am Mittwoch, 06. April 2005 | Guckloch
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Intensiv in mir drin

So sinnentleerte Tätigkeiten wie Kisten packen, Geschirr einwickeln oder auch einfach Plunder entsorgen sind wunderbar zum Nachdenken geeignet. Erst Recht, wenn man sie ganz alleine durchführt, unbeobachtet, wenn niemand in der Nähe ist. Da schreck ich dann schon mal aus meinen eigenen Gedanken auf, weil ich plötzlich laut lache. Ein anderes Mal wundere ich mich, was da tropft und stelle - wirklich erstaunt - fest, dass ich weine. Dann wieder spüre ich große Gelassenheit und finde dieses Packen einfach nur entspannend.

Ist schon ein seltsamer Zustand so zwischen hier und jetzt, zwischen Gehen und Kommen, zwischen heute und morgen, zwischen sein und nicht sein, zwischen Abschied und Neuanfang.

Dieser Umzug ist ein ganz besonderer. Besonders ist er sowieso. Für uns. Aber noch spezieller wird er durch einen Auftrag, den ich erhalten habe. Oder besser - ein Wunsch, der an mich heran getragen wurde: Leb wohl.

Ja. Ich will es versuchen. Auch dafür packe ich. Und wickele alles ganz ganz vorsichtig ein. Damit nichts kaputt geht, was zu uns gehört.

Biggi Mestmäcker am Mittwoch, 06. April 2005 | Guckloch
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Und alles wird gut?

Am 22.03.2005 habe ich der T-Com unseren Umzug gemeldet.
Ich habe beauftragt, Telefon und DSL-Anschluss umzuschalten. Und zwar am 25.04.2005.
Am 30.03.2005 oder so bekam ich einen Anruf von der T-Com. Sie müssten mir was sagen, sie hätten das DSL schon abgeschaltet.
Ich: Sie müssen sich irren, es läuft.
Sie: Nein, es ist abgeschaltet.
Ich: Hm.

Und hab fröhlich weiter gesurft.

Am 01.04.2005 komme ich um 14 Uhr in mein Büro und sehe es sofort: SYNC - rot. Scheiße, denke ich. Und rufe die Hotline an: Ja, ihr DSL wurde auftragsgemäß abgeschaltet.
ABER DOCH NICHT DREI WOCHEN VOR DEM TERMIN!
Sie: Hm.
Es folgten:
* Vom 1.4. bis 5.4. (sic!) insgesamt 6,25 Stunden Telefonate mit Hotlines, T-Com-Mitarbeitern, Technikern. Ich kenne sie jetzt alle, die Tricks der Hotline-Besatzung, den Anrufer ruhig zu stellen. Von Wartungsarbeiten, kurzfristiger Störung bis zu dem mich zur Weißglut treibenden: Sie haben sicher den Stecker nicht richtig drin - war alles dabei.
* Unzählige Angebote lieber Blogger- und Netzwerkkollegen, mich irgendwie ins Internet zu bringen.
* Unzählige Versuche, ein analoges Modem mit einem ISDN-Anschluss anzufreunden.
* ein einziger Versuch, meine mails analog abzuholen. Was an der siebten Mail mit einem Anhang von 30 MB oder so scheiterte… meine Mutter hätte mich nach der Telefonrechnung umgebracht… und ich würde vermutlich jetzt noch downloaden.
* Unzählige unkomfortable webmail-Sessions.

Bis ich mich dann auf journalistische Praxis besonnen habe: Recherche. Der richtige Ansprechpartner musste her. Ich hab mich durch die Leitungen geschwindelt und bin dann im Kopf vom Backoffice gelandet. Ein bisschen Druck, ein bisschen dick auftragen - und siehe da - plötzlich ging es. Und nach einem Außeneinsatz des lieben Herrn Offermanns leuchtet SYNC wieder grün.

Was bleibt?

Die Erkenntnis:

Nein, es geht (für mich) nicht mehr ohne Internet. Hat XY überwiesen? Moment, ich gucke mal… Nee, du guckst nicht.

Treppenstufen beauftragen? Der Schreiner ist so teuer? Moment,ich gucke mal, was das woanders kostet. Nee, du guckst nicht.

Am schlimmsten aber ist die Trennung von Freunden. Dieses fehlende liebe Wort in der Mailbox. Noch schlimmer, dass man selbst keine lieben Worte schreiben kann. GRAUENHAFT.

Außerdem bleibt:

Bei der T-Com weiß die linke Hand nicht, was die rechte tut. Aber jeder einzelne Mitarbeiter dort ist ziemlich nett. Bis auf eine. Das war eine Zimtzicke. Aber insgesamt waren sie alle sehr bemüht. Wenn sie auch nicht so genau wussten, was sie denn tun sollten. Weshalb ich vermerken ließ, dass ich für März und April ganz sicher keine T-Com-Rechnungen bezahlen werde. Die Einzugsermächtigung habe ich heute bei der Bank widerrufen.

Aber jetzt ist ja alles wieder gut. Ich baue ein bisschen um, renoviere ein bisschen, ziehe dann um, und im Mai ist alles wieder beim Alten. Wenn die T-Com es schafft, mitzuziehen. Das hat man mir zwar versprochen, aber das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Wenn also an der neuen Adresse SYNC grün leuchtet.

Biggi Mestmäcker am Dienstag, 05. April 2005 | Guckloch
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Umzugsrödelei

In den nächsten vier Wochen wird es hier (noch) ruhiger zugehen. I’m out of the office.

Streichen, Tapezieren, Laminat verlegen, Fliesen rausschlagen, Kisten ein- und auspacken, Möbel ab- und aufbauen. Damit werde ich mich beschäftigen.

Und wenn dann noch Zeit und Muße zum Bloggen bleibt, werde ich das tun. Wenn nicht, dann nicht.

In diesem Sinne: Nicht wundern! Nur vermissen. Das wäre nett. :-)

Biggi Mestmäcker am Freitag, 01. April 2005 |
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