Tee mit Ayman – Geschichten, die zeigen, wie es wirklich ist

Wie mittlerweile alle wissen dürften, habe ich im Selfpublishing-Verlag Tredition mein deutsch-arabisches Buch „Wir sehen alle denselben Mond“ veröffentlicht. Naturgemäß bin ich deshalb öfter Besucher der Website des Verlages und ich hab mir auch angesehen, was denn sonst noch für Bücher dort so erscheinen. Und ich habe auch schon die erste Perle gefunden. Das Buch heißt „Tee mit Ayman – Im Dialog mit Geflüchteten“ und wurde geschrieben von Astrid Ruppert.

Astrid Ruppert ist kein Newbie, sie weiß, was sie tut und das liest man auch. ‚Tee mit Ayman‘ ist bei weitem nicht ihr erstes Buch, sie hat bereits einige Romane und auch Drehbücher veröffentlicht. Und sie hat mir etwas voraus: Ihr erstes Buch wurde bereits verfilmt. ;-) Wer meine Postings rund um  ‚Wir sehen alle denselben Mond‘ verfolgt hat, weiß, dass das mein Endziel (oder sollte ich sagen Traum) ist: die Verfilmung unserer Geschichte. Ein wenig mehr über Astrid Ruppert kann man hier auf der Verlagsseite nachlesen.

Astrid Ruppert und ich haben noch mehr Gemeinsamkeiten. Wir sind nicht nur beide Autorinnen bei Tredition, wir engagieren uns auch beide seit 2015 ehrenamtlich für Geflüchtete. Und auch Ihre Beweggründe unterschreibe ich vollumfänglich. Sie sagt von sich selbst, dass sie sich engagiert, „weil sie davon überzeugt ist, dass die Erde allen Menschen gleichermaßen gehört und man sich gemeinsam auf ihr arrangieren muss und kann.“

Das, was sie in ihrer täglichen Arbeit mit Geflüchteten erlebt hat, hat sie in lauter kleinen Geschichten aufgeschrieben. Geschichten, die jeder, der sich in der Flüchtlingshilfe engagiert, auf die ein oder andere Art schon erlebt hat. Ich fühlte mich beim Lesen in viele meiner eigenen Besuche bei den Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak oder Iran oder auch aus Somalia, Eritrea und vielen anderen Ländern der Welt versetzt. „Tee mit Ayman“ zeigt, wie es ist. Dass zum Beispiel deutsche Pünktlichkeit schnell gelernt wird, allerdings manchmal an der Sprachbarriere scheitert. (Wer das Buch lesen wird, wird wissen, was ich meine. Eine meine Lieblingsgeschichten. *g) Und es gibt auch eine Geschichte mit dem Titel: „Familiennachzug“ Astrid Ruppert packt den Schmerz der Menschen, die um ihre Familien bangen und vor Sehnsucht vergehen auf einnehmende drei Seiten und ich fühle mit jeder Zeile, wie sie mitfühlt. Zwischen den Zeilen aller Geschichten erfährt man so ganz en passant, wie gut es einem selbst tun kann, wenn man anderen hilft.

Astrid Ruppert erzählt ganz einfach und unaufgeregt, wie es war, als sie diese oder jene oder auch die andere Geschichte erlebte. In einer klaren Sprache, die jeder versteht. Sie erzählt in der Ich-Perspektive und lässt uns so intensiv teilhaben an ihrem eigenen Erleben.

Auf dem Buchrücken steht eine Leserempfehlung von Ralf Müller von Evangelischen Dekanat Alsfeld: „Herausgekommen ist nicht nur ein Lese-, sondern auch ein Lehrbuch. Dieses gehört in die Hand eines jeden Freiwilligen in der Flüchtlingsarbeit.“

Herr Müller hat sicher Recht. Aber ich möchte unbedingt ergänzen: Dieses Buch gehört auch und vor allem in die Hand eines jeden Menschen, der sich bisher noch nicht für Flüchtlinge engagiert. Es hilft, Barrieren abzubauen und Ängste zu nehmen. Ich schreibe übrigens absichtlich nicht ‚Flüchtlingsarbeit‘. Klar, manchmal ist es anstrengend, kostet Zeit und Nerven. Aber insgesamt ist der Kontakt zu unseren neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgerinnen eine Bereicherung. Man lernt so viel, man bekommt so viel, und man erfährt auch einiges Neues über sich selbst.

Unbedingte Kauf- und Leseempfehlung. Es ist übrigens auch ein prima Geschenkbuch. Sogar für Menschen, die nicht sooo gerne lesen. Denn die einzelnen Geschichten sind sehr kurz. Und dennoch steckt mehr drin, als in manchem 300-Seiten-Roman.


Astrid Ruppert
Tee mit Ayman
Im Dialog mit Geflüchteten
erhältlich als

Paperback, ISBN: 978-3-7439-2747-6
Hardcover, ISBN: 978-3-7439-2748-3
oder e-Book,  ISBN: 978-3-7439-2749-0

überall im Buchhandel oder direkt bei
Tredition (empfohlen, denn dann hat die Autorin am meisten davon.)

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